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Psychologie
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Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: 05.2009
AuflagenNr.: 1
Seiten: 100
Abb.: 11
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback
eBook
Medium: PC-PDF
DRM: Wasserzeichen
Personelle Kontrolle ist bereits seit langem ein sehr fruchtbares Forschungsgebiet der Psychologie. So stellte Burger in seinem Buch Desire for control fest, dass zahlreiche psychologische Konstrukte mit Kontrolle zusammenhängen, sowohl wahrgenommener als auch erwünschter: Besonders interessant ist hierbei die illusionäre Kontrollwahrnehmung, da sie jeglicher Rationalität entbehrt. Personen nehmen fälschlicherweise an, sie könnten ein unkontrollierbares Ereignis durch ihre eigenen Handlungen beeinflussen. Illusionäre Kontrollwahrnehmung ist ein Phänomen, das in vielen alltäglichen Situationen auftritt. Eine subjektive Wahrnehmung der Kontrollierbarkeit von Situationen, auch wenn diese reell nicht gegeben ist, geht häufig mit psychischem Wohlbefinden einher. Negative Implikationen finden sich hingegen vor allem im Glücksspielbereich, indem illusionäre Kontrollwahrnehmung zu exzessiverem Spielverhalten beiträgt. Um das Phänomen der illusionären Kontrollwahrnehmung für praktische Interventionen - wie beispielsweise der Therapie der Spielsucht - nutzen zu können, soll diese Untersuchung zum besseren Verständnis der Entstehungsmechanismen illusionärer Kontrollwahrnehmung und deren Korrelate beitragen. Die vorliegende Studie basiert auf der Untersuchung Some determinantes of perceived control. Auf diesem klassischen Experiment aufbauend soll der Einfluss der beiden unabhängigen Variablen Verursachung und Vorauswissen auf die erlebte illusionäre Kontrollwahrnehmung untersucht werden. Zusätzlich wird der Zusammenhang von illusionärer Kontrollwahrnehmung mit irrationalen Überzeugungen, mit Kontrollmotivation sowie mit Depression untersucht.
Kapitel Irrationale Überzeugungen nach Ellis Definition Ellis (1967) postulierte, dass irrationale Überzeugungen ein Hauptgrund für emotionale Fehlanpassung sind. Irrationale Gedanken, vor allem rigide, übersteigerte und verabsolutierende Forderungen sowie perfektionistische und katastrophisierende Annahmen über die Welt führen zu maladaptiven Emotionen (Angst, Wut, Schuld oder Depression). Der entscheidende Aspekt, der hinter einem Großteil irrationaler Überzeugungen steht, ist verabsolutierendes Fordern (demanding). Der Mensch verlangt hierbei in irrational übersteigerter und nicht der Realität entsprechender Weise, dass Sachverhalte unbedingt so sein müssen, wie er dies für sich wünscht. (Spörrle, 2006, S.20/21).
Anke Paulini, Diplom Psychologin, Abschluss 2008 als Diplom Psychologin an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
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