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- Stressbewältigung, Empathie und Zufriedenheit in der Partnerschaft
Psychologie
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Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: 10.2009
AuflagenNr.: 1
Seiten: 232
Abb.: 41
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback
eBook
Medium: PC-PDF
DRM: Wasserzeichen
Kein Thema fasziniert die Menschen so sehr wie die Liebe. Die Liebe ist allgegenwärtig. Gleichzeitig bilden Belastungen jeglicher Art immer wieder Hürden im Leben eines Menschen, die es zu überwinden gilt. Mit diesen Belastungen muss jeder Mensch zunächst einmal alleine umgehen. Sie müssen aber auch innerhalb seiner Partnerschaft bewältigt werden. Manche Paare scheitern, manche Paare halten der Herausforderung stand. Es ist folglich davon auszugehen, dass die Paare, die erfolgreich Probleme und Belastungen bewältigen, andere Strategien verwenden als die Paare, die sich trennen. Möglicherweise ist auch die Empathie - die Einfühlung in eine andere Person - an diesem Prozess beteiligt, sollte sie einem Menschen doch ermöglichen die Bedürfnisse des Partners besser zu erkennen und zu verstehen. Schwerpunkt der Untersuchung ist die Erforschung der Zusammenhänge von individuellem und dyadischem Coping (Stressbewältigung), Empathiefähigkeit und Zufriedenheit in einer partnerschaftlichen Beziehung. Weitere Fragestellungen beinhalten die Übereinstimmung zwischen dem individuellen und dyadischen Coping, den Einfluss von Empathiefähigkeit auf das dyadische Coping sowie Zusammenhänge zwischen diversen soziodemographischen Variablen und den genannten Konstrukten. Befragt wurden 84 heterosexuelle Paare, die seit mindestens 6 Monaten liiert sind. Diese füllten vier Fragebögen aus, so den Fragebogen zur Beurteilung einer Zweierbeziehung (FPZ) nach König-Kuske zur Erfassung der Partnerschaftszufriedenheit, die E-Skala nach Leibetseder, Laireiter und Köller zur Erhebung der Empathiefähigkeit, den Fragebogen zur Erfassung des individuellen Copings (Incope-2) und den Fragebogen zur Erfassung des dyadischen Copings als generelle Tendenz (FDCT-N) zur Erhebung des individuellen sowie dyadischen Copings.
Textprobe: Kapitel 3.4.4.3, Motivationale Aspekte: Unter motivationalen Aspekten des dyadischen Copings versteht Bodenmann die Motivationsquellen (intrinsisch vs. extrinsisch), die Bereitschaft das dyadische Coping anzunehmen und andere Faktoren, wie die Ziele und Bedürfnisse des Paares. Die Motive, die in einer Partnerschaft zu der Bereitschaft führen Belastungen zu bewältigen, können sowohl intrinsischer (Liebe, Verbindlichkeit der Partnerschaft, Partnerschaftszufriedenheit, etc.) als auch extrinsischer (Erwartungen des Partners und wichtiger Bezugspersonen, soziale Sanktionen, äußere Umstände, etc.) Natur sein. Auch die Motivation des Hilfeempfängers, supportives oder delegiertes dyadisches Coping anzunehmen, spielt im dyadischen Copingprozess eine beachtliche Rolle. So kann der Bedürftige Gefühle der eigenen Inkompetenz und Angst vor Abhängigkeit haben. Auch kann er das Ungleichgewicht im austauschtheoretischen Sinne wahrnehmen. Diese Gefühle können dazu führen, dass er geneigt ist, die ihm offerierte Hilfe nicht anzunehmen. Ein Ablehnen des Unterstützungsangebotes ist zudem wahrscheinlicher, wenn der Partner nicht aus internalen (wie z.B. das Verständnis für den Partner), sondern aus externalen Gründen (wie z.B. soziale Normen, Druck der Familie) seine Hilfe anbietet. Für den Belastungsbewältigungsprozess sind darüber hinaus die Ziele, die sich das Paar für seine Zukunft gesteckt hat wie auch die Bedürfnisse der einzelnen Partner von Bedeutung, geben sie doch die Richtung vor, die mit der Bewältigung eingeschlagen werden soll und bestimmen die Art und Weise, mit der dieser Weg beschritten wird.
Bente Klein, Mag. rer. nat., Studium der Psychologie an der Université de Provence in Aix-en-Provence und der Paris-Lodron-Universität in Salzburg. Abschluss 2008 als Magistra der Naturwissenschaften.
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