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- Die EU-Verordnung REACH in der Praxis am Beispiel eines Ferrochromproduzenten
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Erscheinungsdatum: 06.2009
AuflagenNr.: 1
Seiten: 110
Abb.: 49
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback
Eine EU-Verordnung hat schon immer viel Arbeit bedeutet. Doch keine war bisher so umfassend wie diese. Als Schutz der Verbraucher und der Arbeitnehmer gedacht ist REACH inzwischen zu einer globalen Sache geworden. Sie betrifft den kleinen Mann der umweltverträgliche Produkte kaufen möchte genauso wie die Global Player, die weltweiten Produzenten und EU-Importeure. Der Kern dieser Verordnung besagt, dass niemand mehr etwas produzieren oder in die EU importieren darf, der sich nicht der Kontrolle der neu geschaffenen EU-Behörde unterwirft. Die potenziell gefährlichen Chemikalien sollen identifiziert werden, klassifiziert und wenn möglich durch ungiftige ersetzt werden. Doch nicht nur das, was der Verbraucher im Laden kaufen kann, sondern auch jede Chemikalie oder jedes Produkt und Edukt, mit dem ein Arbeiter in Kontakt kommen kann, steht auf dem Prüfstand. Es ist eine große Inventur der Dinge, bei dem die Behörden alle Verpflichtungen den Firmen auferlegt hat. Der Grundgedanke dabei ist durchaus vernünftig, denn dadurch, dass sich alle an einen Tisch setzen müssen, werden überflüssige Tierversuchsreihen und Mehrfachuntersuchungen verhindert. Die anfallenden Kosten sollen geteilt werden und so der Aufwand minimiert. Doch ein Großteil der Industrie ist sich immer noch nicht im Klaren, was da auf sie zukommt. Ein Teil hat schon reagiert und sich zu Konsortien zusammengeschlossen um das Produktionsverbot zu verhindern und von den Vorteilen, die die Vorregistrierung bietet, zu profitieren. Dieses Fachbuch gibt zunächst einen spannenden Einblick bei einem Schmelzbetrieb. Sie beleuchtet viele allgemeine Fragen, geht aber auch sehr in chemische und umweltrelevante Details. Chemisch Interessierte können hier mit Sicherheit noch einiges lernen. Für Neugierige bietet es einen Einblick hinter die Kulissen und für Spezialisten die REACH im Unternehmen umsetzen müssen, ist es mit Sicherheit eine Hilfe. Auch allen, die sich mit instrumenteller Analytik beschäftigen, dürfte es bei der Lektüre nicht langweilig werden.
Kapitel 10.1.1 Prüfverfahren Die Bestimmung der einzelnen physikalisch-chemischen Parameter erfolgt mittels genormter und validierter Messverfahren. In der Stoffrichtlinie 67/548/EWG zur Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe sind in Anhang V, Teil A validierte Prüfmethoden, die von den zuständigen internationalen Stellen anerkannt und empfohlen worden sind, aufgeführt. Es handelt sich um Prüfmethoden der OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development), aber auch um einzelstaatliche Normen (z.B. DIN EN, ISO) oder anerkannte validierte Methoden. Wird eine andere als in der Stoffrichtlinie angegebene Norm verwendet, muss die alternativ benutzte Methode begründet werden. Die Prüfungen werden unter Einhaltung der Grundsätze der Guten Laborpraxis (GLP, RL2004/10/EG) durchgeführt. Bei Prüfungen von Stoffen und Zubereitungen im Rahmen von Zulassungs-, Erlaubnis-, Registrierungs-, Anmelde- oder Mitteilungsverfahren wie z.B. bei der Stoff-Anmeldung oder Anmeldung von Biozidprodukten und deren Wirkstoffe müssen die Analysen in einem qualifizierten Analysenlabor mit GLP-Bescheinigung durchgeführt werden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat eine Liste von Prüflaboratorien zur Bestimmung von physikalisch-chemischen Eigenschaften veröffentlicht. Liegen Literaturdaten zu den physikalisch-chemischen Parametern vor, ist die Kenntnis der Prüfmethode ebenfalls wichtig, um die Qualität der Ergebnisse beurteilen zu können.
Holger Handels absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Chemielaboranten an der RWTH Aachen, Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie. Danach erhielt er sein Fachabitur an der Mies van der Rohe Schule in Aachen, Fachrichtung Chemietechnik. Nach einem Computer Lehrgang arbeitete er bei Mitsubishi Semiconductor Europe GmbH, wodurch er einige Monate in Japan verbrachte. Nach einigen Jahren und reiflicher Überlegung kündigte er seinen guten Job und nahm ein Studium an der Fachhochschule in Aachen auf. Dort spezialisierte er sich auf Prozess- und Umwelttechnologie und erreichte seinen Abschluss als Diplom- Chemieingenieur. Durch die Ausarbeitung erhielt er in der Firma einen Vertag als REACH –Beauftragter und führte die Vorregistrierung durch. Zusätzlich dazu wurde ihm dann noch die Laborleitung der Firma übertragen.
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