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Produktart: Buch
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: 06.2013
AuflagenNr.: 1
Seiten: 128
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Die vorliegende Studie befasst sich mit dem Auswahlprozess für ein Web Content Management System, der im Umfeld divergierender Ansprüche in Unternehmen problematisch ist. So gilt es interdisziplinär Aspekte zu berücksichtigen, damit ein System den legitimen Ansprüchen verschiedener Zielgruppen gerecht wird. Dies impliziert, dass individuelle Vorkenntnisse und Bedürfnisse aller am Web-Publishing-Prozess beteiligten Personen berücksichtigt werden. Ein benutzerfreundliches Backend sollte die Benutzer bei ihren Aufgaben unterstützen, damit neue Inhalte schneller Online präsentiert werden können. In diesem Kontext müssen Aspekte der On-Page-Suchmaschinenoptimierung ebenso berücksichtigt werden, wie eine benutzerfreundliche Ausgabe der Website im Frontend. Die standardisierte Checkliste beinhaltet neben diesen Aspekten ebenfalls Empfehlungen mehrerer Normen der DIN 9241. Bei der Erstellung des Pflichten- und Lastenheftes können sie einen nützlichen Beitrag leisten.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 11, Suchmaschinenoptimierung: ‘Jede Webseite, die von interessierten Usern in großer Zahl besucht werden will, sollte also in den gängigen Suchmaschinen präsent sein. Oder anders formuliert: Wer nicht von den großen Suchmaschinen gelistet wird oder einzig und allein auf den hinteren Rängen rangiert, ist faktisch unzugänglich und wird von normalen Usern nicht angesteuert.’ (Jan Winkler 2008:162) Unter Suchmaschinenoptimierung oder SEO (Search Engine Optimization) werden alle Bemühungen zusammengefasst, eine Webseite durch Aufnahme in den Index möglichst prominent in den organischen Suchmaschinenergebnissen zu platzieren (vgl. Broschart 2011:17 >>ebenso<< Winkler 2008:161). Experten schätzen, dass Google etwa 150 Kriterien heranzieht, um die Position einer Webseite in den Suchergebnissen bestimmen zu können (vgl. Fischer 2009:285). Diese Kriterien sind nicht öffentlich und es lässt sich nicht feststellen, welchen Anteil jedes Kriterium am Ranking hat. ‘Vielmehr ist es so, dass ein Zusammenspiel aller Kriterien ein positives Ranking ausmacht...’ (vgl. Winkler 2008:210). Aus Marketingsicht schont SEO das Budget, da es kostengünstiger als klassisches Onlinemarketing ist (vgl. Winkler 2008:162) und zu einem positiven ROI verhilft (vgl. Broschart 2011:25,45). Bei SEO wird unterschieden nach Offsite- und Onsitemaßnahmen. Onsite-Maßnahmen betreffen den Quellcode aller Seiten unterhalb einer Domain (vgl. Broschart 2011:214). SEO-Maßnahmen führen zu einer verbesserten User Experience, indem sie eine leichtere Orientierung und Bedienbarkeit einer Webseite ermöglichen. Hier wird wiederholt deutlich, dass SEO-Maßnahmen einhergehen mit der Web Usability (vgl. Broschart 2011:19). Vereinzelt gibt es Überschneidungen zwischen SEO und Web Usability, wie im nächsten Kapitel zu sehen ist. In diesem Kapitel werden verschiedene Aspekte der Onsite-Suchmaschinenoptimierung analysiert, die Rückschlüsse auf funktionale Anforderungen von WCMS ermöglichen. Denn die technische Plattform spielt wie bereits erwähnt eine wichtige Rolle, wenn Redakteure relevante Informationen über Webseiten und deren Inhalte gezielt im Backend einpflegen möchten. 11.1, XML Sitemap: ‘Bei der Sitemap.xml handelt es sich um eine dem XML-Standard entsprechende Textdatei’ (Broschart 2011:280), ein maschinenlesbares Inhaltsverzeichnis der eigenen Webseite. Es dient dem Suchmaschinenroboter zur Indexierung der Webseite inkl. aller Unterseiten (vgl. Fischer 2009:171 >>ebenso<< Winkler 2008:234). 11.2, Doppelte Inhalte, Duplicate Content: Webseiten mit doppelten Inhalten werden deutlich schlechter gestellt (vgl. Winkler 2008:219). Ein konkretes Beispiel ist die Druckversion einer Webseite oder eine PDF, die zum Download angeboten wird. Diese Funktion, die auf jeder Seite mit einem Klick ausgelöst werden kann, stellt doppelte Inhalte für Robots dar und kann einzig und allein unterbunden werden, indem diese speziellen Druckversionen durch einen Eintrag in der robots.txt ausgeschlossen werden (vgl. Fischer 2009:425). Ansonsten bevorzugen die Robots die schlanker programmierte Druckversion einer Webseite gegenüber der richtigen Seite im Ranking, und der Suchende bekommt eine Druckseite ohne Navigation angezeigt (vgl.Fischer2009:319). 11.3, 301 Weiterleitung: Das Alter eines Links ist relevant für die Gesamtbewertung und sollte niemals geändert werden (vgl. Fischer 2009:337). Andernfalls muss eine permanente 301 Weiterleitung eingerichtet werden, damit Suchmaschinen diese Inhalte unter der neuen Zieladresse auffinden können (vgl. Broschart 2011:285). 11.4, Meta Tags: Sie sind dazu da, Informationen zur Webseite abzuspeichern, die im Browser nicht sichtbar sind und setzen sich aus dem ‘Name-Attribut’ und dem ‘Content-Attribut’ zusammen (vgl. Winkler 2008:224). 11.4.1, Zusätzliche Meta-Tags einfügen: Zusätzliche ‘Meta-Tags’ werden im Kopfbereich der HTML Struktur eingefügt (vgl. Fischer 2009:174 f). Um Suchmaschinenroboter bsw. auf die einzig relevante Version einer Webseite hinzuweisen, kann bsw. ein Canonical-Tag verwendet werden, das die Indexierung doppelter Inhalte unterbindet (vgl. Broschart 2011:294). (siehe 11.2).

Über den Autor

Paolo Lombardo absolvierte mit 39 Jahren ein dreijähriges Studium an der Hochschule Osnabrück. Im Schwerpunkt Online Medienarbeit befasste er sich erstmalig mit der Usability von Webseiten. Durch seine Tätigkeit als Redaktionsmitglied lernte er das Web Content Management System TYPO3 kennen. Dadurch inspiriert entschloss er sich dazu, Websites mit Hilfe solcher Systeme zu realisieren. Nach einer langwierigen Suche und aufgrund einer Empfehlung entschied er sich für das CMS Contao. Daraus entstand das Thema für sein wissenschaftliches Projekt. In seiner Bachelorarbeit analysierte er den zentralen Internetauftritt der Hochschule Osnabrück unter Web Usability- und SEO-Gesichtspunkten. Im April 2013 schloss er sein Bachelorstudium erfolgreich ab.

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