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Produktart: Buch
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: 09.2015
AuflagenNr.: 1
Seiten: 96
Abb.: 37
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Unternehmensgründungen sind in Deutschland angesagt! Im Jahr 2012 gab es hierzulande rund 350.000 Existenzgründungen. Diesbezüglich fassen immer mehr Menschen den Beschluss, Start-ups zu gründen, jene junge Unternehmen, die sich im Gründungsprozess befinden und als Hoffnungsträger der deutschen Wirtschafts- und Technologiepolitik gelten. Tatsächlich ist es in der heutigen Zeit äußerst unproblematisch und kostengünstig ein Unternehmen zu gründen. Schwieriger wird es hingegen bei der Frage nach der Finanzierung, welche insbesondere für junge, innovative Start-ups von besonderer Bedeutung sein dürfte. Während viele kleinere Start-ups mit relativ geringem Kapitaleinsatz problemlos auskommen mögen, wird es bei innovativen, technischen Unternehmen, die Produktneuheiten entwickeln, hingegen deutlich schwieriger, das ambitionierte Projekt aus eigenen Mitteln bzw. mit Unterstützung von Familie und Freunde zu realisieren. Spätestens an dieser Stelle muss der Unternehmer ernsthaft in Erwägung ziehen, Fremdkapital aufzunehmen, andernfalls droht selbst die vielversprechendste Idee zu scheitern. Selbst wenn diese Hürde genommen ist, verlangen Kapitalgeber oftmals Sicherheiten, die junge Unternehmer selten erfüllen können. Diese Limitationen zwingen immer mehr Unternehmer dazu, nach alternativen Wegen der Fremdkapitalbeschaffung zu suchen. Eine derartige Alternative ist das Crowdfunding, kurz CF. Die vorliegende Studie soll nun am Beispiel der Pebble-Smartwatch dem Leser einen differenzierten Einblick gewähren, inwieweit CF als alternative Finanzierungsform für Start-ups geeignet ist, ihr Vorhaben erfolgreich in die Tat umzusetzen. Vor diesem Hintergrund wird folgende These aufgestellt: Der Erfolg von CF als Finanzierungsform für Start-ups kann nur unter Berücksichtigung einer Reihe erfolgskritischer Faktoren maximiert werden.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 4.1 Der Crowdfunding- Begriff: Die Idee des CF hängt mit dem Konzept des übergeordneten Begriffs des Crowdsourcings (nachfolgend CS genannt) zusammen, welches die Crowd dazu verwendet, Ideen, Lösungen, Feedback etc. zu entwickeln. Das Wort CS setzt sich dabei aus den Begriffen Crowd und Outsourcing zusammen. Im Klartext bedeutet CS also die Auslagerung an die Menge und gehört mitunter zu den wirkungsvollsten Formen der digitalen Welt. CS findet unter anderem statt, wenn gewinnorientierte Unternehmen spezielle Aufgaben für die Herstellung oder Verkauf der Produkte an die Crowd auslagern, d.h. die breite Öffentlichkeit, die zum Bereitstellen von Kapital über das Internet animiert wird, wird zugleich Teil des Produktionsprozesses. Hierbei spielen räumlich verteilte und vernetzte Kommunikationssysteme eine besondere Rolle, da diese die Basis sämtlicher CS- Aktivitäten bilden. CF hingegen ist das systematische Einwerben kleinerer Geldbeträge ( funding ) bei vielen Menschen ( Crowd ) zur (Mikro-) Finanzierung eines privatnützigen oder gemeinnützigen Projektes (im Crowdfunding Aktion genannt) durch Privatpersonen, Unternehmen oder steuerbegünstigten Organisationen. Beim CF als neue Form der Kapitalbeschaffung werden Projekte aus unterschiedlichen Bereichen wie Kunst oder Kultur, sowie Produkte oder ganze Unternehmen auf dafür vorgesehenen Plattformen finanziert. Als Dank für die Bereitstellung von liquiden Mitteln, erhalten die Backer je nach Kapitaleinsatz verschiedene Belohnungen materieller und immaterieller Natur, darunter das fertige Produkt, persönliche Treffen etc. CF bietet für Projektinitiatoren zusätzlich eine ausgezeichnete Möglichkeit, um herauszufinden, wie das Produkt bei der Crowd ankommt und wie sich die Community entwickelt. Im Klartext eignet sich CF zur Durchführung von Zielgruppenanalysen und Marktforschung. Kapitel 4.5 Die Crowdfunding- Kampagne: Die idealtypische CF- Kampagne beginnt mit einer Idee, für deren Realisierung liquide Mittel akquiriert werden müssen. […] Aus Sicht des Projektinitiators gliedert sich eine CF- Kampagne in drei Phasen: die Veröffentlichung, das Warten auf Finanzierung und die Umsetzung bzw. Rückzahlung im Fall einer gescheiterten Kampagne. Bei der Veröffentlichung wird zunächst die Projektidee ausformuliert und auf Plattformen wie KS die Projektseite mit sämtlichen Zielen, die sich der Initiator vorgenommen hat, vorgestellt. Im Anschluss wird das Budgetziel festgelegt, d.h. welche Geldsumme mindestens erbracht werden muss, damit das Projekt realisiert werden kann. Gleichzeitig werden das Zeitlimit vereinbart und die Gegenleistungen aufgeführt, die Backer erhalten. Nach Veröffentlichung des Projektes beginnt die eigentliche Kampagne. In der kritischen Phase des Wartens auf Finanzierung geht es darum, möglichst viele Backer für das Projekt zu gewinnen. Der intensive Einsatz medialer Dienste (Online- und Offline- Medien) wie Facebook, Twitter und Co. eignet sich neben Freunden, Bekannten und Fans, ausgezeichnet als Multiplikator zur Bekanntmachung des Projekts. Denn eine gut ausgearbeitete Werbekampagne ist essentiell für den Erfolg des Projektvorhabens wie die durchschnittliche Erfolgsrate von lediglich 38,52 % bei KS verdeutlicht. Das zeigt, dass eine CF- Kampagne keinesfalls ein Selbstläufer ist. Nachdem die Crowd auf das Projekt aufmerksam geworden ist, hat diese nun die Möglichkeit, sich über das Produkt, das Zielbudget, die Gegenleistungen und die verbliebene Zeit zu informieren und sich im Anschluss – sofern der Auftritt des Projektinitiators überzeugend genug ist – monetär am Projekt zu beteiligen. Dabei wird das Geld vorerst auf ein Treuhandkonto geparkt und bis zum Ablauf des Zeitlimits eingefroren. Bei der Umsetzung oder Rückzahlung verhält es sich wie folgt: Da es sich bei den meisten CF- Plattformen um das Alles- Oder- Nichts- Prinzip handelt, wird das gesammelte Geld nur dann ausgezahlt, wenn das Projekt nach Ablauf der Zeit das Zielbudget erreicht. Nach Erhalt des Geldes beginnt der Projektinitiator mit der Projektnachbetreuung: dies beinhaltet die Projektauswertung, die weitere Kommunikation und die Auslieferung der Gegenleistungen. Dabei soll das Alles-Oder- Nichts- Prinzip einerseits für intensive Bemühungen des Projektinitiators sorgen, das Projekt bekanntzumachen und gleichzeitig sicherstellen, dass Backer diejenige Leistung erhalten, die auf der Projektseite beworben wurde. Würde nämlich nur ein Teil des Zielbudgets nach Ablauf der Zeit erreicht werden, könnten Projektinitiatoren in erheblichen Schwierigkeiten geraten, da sie vertragsgemäß die Leistung dennoch an die Backer erbringen müssten. Das fehlende Kapital müsste in diesem Fall aus eigenen Mitteln akquiriert werden. Im Fall einer gescheiterten Finanzierung würden hingegen alle zugesprochenen Leistungen widerrufen. Demnach gilt das Projekt als gescheitert. Glücklicherweise kann dieses erneut gestartet werden, nachdem die Faktoren analysiert wurden, die für das ursprüngliche Scheitern verantwortlich waren ( Lessons learned ).

Über den Autor

Das Studium der Wirtschaftspsychologie schloss der Autor im Jahre 2015 mit dem akademischen Grad des Bachelor of Arts erfolgreich ab. Die Faszination des Crowdfunding- Phänomens motivierte ihn, sich der Thematik des vorliegenden Buches zu widmen und einen Beitrag zu leisten, diese neuartige Disziplin der Fremdkapitalakquise weiter zu erforschen.

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