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Umwelt


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Produktart: Buch
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: 05.2016
AuflagenNr.: 1
Seiten: 100
Abb.: 64
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Das Kleingartenwesen ist ein wesentlicher Bestandteil des Grünflächensystems in Berlin. Etwa 4 % der Stadtfläche Berlins werden kleingärtnerisch genutzt. Neben der Freizeit- und Erholungsfunktion ist der wirtschaftliche Nutzen in Form des Anbaus von Nutzpflanzen von Bedeutung. Zur Bewässerung der Pflanzen sowie zur Eigenwasserversorgung wird Grundwasser aus Brunnen zu Tage gefördert und entnommen. Bereits beim Brunnenbau muss der Schutz des Grundwassers beachtet werden. So muss die Umgebung frei von schädlichen Boden- und Grundwasserbelastungen sein, um eine Förderung oder Verschleppung von Schadstoffen zu vermeiden. Der Begriff des Trinkwassers nach der TrinkwV 2001 ist durch noch strengere Qualitätsgrenzen definiert. Obwohl in Kleingärten häufig Brunnenwasser mit Trinkwasserqualität entnommen wird, kann nicht erwartet werden, dass Trink- und Grundwasser in ihrer Qualität identisch sind. Ungefähr die Hälfte des in Deutschland vorkommenden Grundwassers ist von Natur aus nicht trinkbar. Die Parzellenmieter der Kleingartenanlage An der Trainerbahn e.V. nutzen das durch Hauswasserwerke aus Tiefen zwischen 5-12 Metern geförderte Grundwasser zum Bewässern ihrer angebauten Pflanzen sowie zur Zubereitung von Nahrungsmitteln vor Ort. Die letzte physikalisch-chemische Untersuchung des Grundwassers war im April 1994. Die Untersuchung wies einen hohen Härtegrad des Wassers, einen sehr hohen Eisengehalt und einen signifikanten Nitritgehalt aus, welcher jedoch der zu diesem Zeitpunkt aktuellen Trinkwasserverordnung entsprach. In der vorliegenden Studie wird das Grundwasser der beprobten Kleingartenanlage anhand der durchgeführten wasseranalytischen und bodenanalytischen Untersuchungen beurteilt. Ziel ist es dabei, den gesamten Kreislauf von Schad- und Nährstoffen im Wasser-Boden-Pflanzen-System des Kleingartens zu bestimmen und mögliche Nutzen und Gefahren für den Menschen zu definieren.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 4.6 pH-Wert-Bestimmung: Der pH-Wert als Maßzahl für den sauren oder alkalischen Charakter einer wässrigen Lösung ist definiert als negativer Logarithmus der Wasserstoffkonzentration. Die Konzentration der Wasserstoff-Ionen wird als elektrische Potentialdifferenz messbar gemacht. Dieses Phasengrenzflächenphänomen findet in der Glasmembran statt. Der pH-Wert wird mittels einer Einstab-Glaselektrode bestimmt. Hierfür wird das pH-Messgerät vor der Messung mittels zweier Pufferlösungen kalibriert. Die erste Pufferlösung, in welche die Glaselektrode getaucht wird hat einen pH-Wert von 6,87. Die zweite Pufferlösung hat einen pH-Wert von 4,01. Nach der Kalibrierung ist das pH-Meter zu Messung bereit. pH-Wert des Wassers: Geräte und Hilfsmittel: pH-Meter, Eichlösungen, 100 ml Bechergläser. Versuchsdurchführung: Modifiziert nach DIN 19268. Das pH-Meter wird mittels der Pufferlösungen im Zweipunkt-Kalibrierverfahren kalibriert. Dabei wird mit Referenzpufferlösungen gearbeitet, die den Messbereich der Probelösungen einklammern. Ca. 50 ml der Probelösung werden nach zweifachem Vorspülen in ein 100 ml Becherglas überführt. Anschließend wird die pH-Glaselektrode mit VE-Wasser gespült und in die Probelösung getaucht. Nach 10 Minuten und bei konstant angezeigtem pH-Wert werden dieser und die dazugehörige Temperatur der Probelösung notiert. Die Messwerte sind in der Tabelle 11 im Anhang G aufgeführt. pH-Wert des Bodens: Geräte und Hilfsmitte:l pH-Meter, Eichlösungen, 100 ml Bechergläser, Löffel, Waage, Glasstäbe. Versuchsdurchführung: Modifiziert nach VDLUFA-Methodenbuch Bd.1 / A 5.1.1 (1991): pH-Wert . 20 g der gesiebten, feuchten Bodenprobe wird mit 50 ml Calciumchlorid-Lösung versetzt und mittels eines Glasstabs verrührt. Nach 60 Minuten Wartezeit ist die Probe zu Messung bereit. Das pH-Meter wird mittels der Pufferlösungen (siehe 4.6) im Zweipunkt-Kalibrierverfahren kalibriert. Dabei wird mit Referenzpufferlösungen gearbeitet, die den Messbereich der Probelösungen einklammern. Die pH-Glaselektrode wird mit VE-Wasser gespült und in die Boden-Calciumchlorid-Lösung getaucht. Nach 10 Minuten und bei konstant angezeigtem pH-Wert werden dieser und die dazugehörige Temperatur notiert. Die Messwerte sind in der Tabelle 11 im Anhang G aufgeführt. 4.7 Bestimmung des Nitratgehalts: Bestimmung des Nitratgehalts im Wasser Nitrat-Ionen werden durch ein Reduktionsmittel zu Nitrit-Ionen reduziert, die in Gegenwart eines sauren Puffers mit einem aromatischen Amin ein Diazoniumsalz bilden. Dieses reagiert mit N-(1-Naphthyl)-ethylen-diamin zu einem rotvioletten Azofarbstoff. Geräte und Hilfsmittel: Nitracheck 404. Nitra-Test (Teststäbchen), Bechergläser. Chemikalien: NO3 - Kalibrierlösung mit mg l NO 100 3. Versuchsdurchführung: Zunächst wird mittels der mitgelieferten Kunststoffstäbchen ein Funktionstest des Nitracheck 404 durchgeführt. Das Kontrollergebnis liegt innerhalb der Toleranzen auf der Geräte-Rückseite und ist somit zur Messung bereit. Das Nitra-Test Teststäbchen wird in das Fach des Nitracheck 404 eingesetzt. Nach dem Verschließen der Verschlusskappe ertönt zweimalig ein Pfeifton und im Display wird GO angezeigt. Die Verschlusskappe wird umgehend geöffnet und das Teststäbchen genau für eine Sekunde in die NO3-Kalibrierlösung getaucht. Der Nitracheck 404 startet automatisch einen Countdown, der die Reaktionszeit des Teststäbchens (60 Sekunden) runterzählt. Währenddessen wird überschüssige Flüssigkeit vom Teststäbchen abgekantet. Anschließend wird es in den letzten 3 – 5 Sekunden des Countdowns in das Stäbchenfach des Nitracheck 404 eingesetzt und die Verschlusskappe geschlossen. Das Ergebnis der Messung wird abgelesen die Messung zweimal wiederholt. Der Mittelwert dieser 3 Messungen wird mit der beiliegenden Tabelle verglichen und der daraus abgelesene Korrekturfaktor für die Messungen der Proben in das Nitracheck 404 eingegeben. Jetzt wird jede Probe in ein, mehrfach mit der Probelösung gespültes, Becherglas überführt und nach dem oben beschriebenen Verfahren gemessen. Das Ergebnis wird in mg NO l 3 ausgegeben. Der Messbereich des Nitracheck 404 liegt zwischen 5 – 500 mg NO l 3 . Proben bei denen die Fehlermeldung LO ausgegeben wird liegen unterhalb des Messbereichs und werden in der Tabelle 12 im Anhang H mit < 5 mg NO l 3 angegeben. Bestimmung des Stickstoffgehalts im Boden: Modifiziert nach VDLUFA-Methodenbuch Bd.1 / A 6.1.4.1 (2002): Nmin, NO3, NH4 . Nitrat-Ionen bilden in konzentrierter Schwefelsäure mit einem Benzoesäure-Derivat eine rote Nitroverbindung, die photometrisch bestimmt wird . Geräte und Hilfsmittel: Spritzflaschen, Spatel, Waage, Filter (MN 615 und MN 640), Trichter, 400 ml Dosierzylinder, Schüttelmaschine, 500 ml PE-Schüttelflaschen, Löffel, DR 3900 (Photometer), Mikroliterpipetten, Einmalküvetten. Chemikalien: Reagenz NO3-1 und NO3-2 des Herstellers Merck KGaA . Calciumchlorid-Gebrauchslösung mit cCaCl2 = 0,0125 mol/l. Versuchsdurchführung: Probenvorbereitung: 100 g der nach 4.2 gesiebten, feuchten Bodenprobe werden in 500 ml PE-Schüttelflaschen eingewogen, mit 400 ml Calciumchlorid-Gebrauchslösung versetzt und für 60 Minuten maschinell geschüttelt. Anschließend wird die, über dem Bodensatz befindliche Lösung, über einen Trichter mit Filterpapier abfiltriert. Die ersten 10 ml bis 20 ml des Filtrats werden verworfen. Nach dem ersten Filtrationsschritt, wird das gewonnene Filtrat erneut filtriert. Die ersten 5ml bis 10ml werden erneut verworfen. Das so gewonnene, klare Filtrat wird unmittelbar für die Nitratbestimmung verwendet. Nun wird 1 ml Reagenz NO3-1 in eine Einmalküvette pipettiert. 0,125 ml Probelösung werden dazu pipettiert, aber nicht gemischt. Als letztes wird 0,125 ml Reagenz NO3-2 hinzugegeben. Nach dem Verschließen und Schütteln der Küvette wird diese 10 Minuten stehen gelassen. Die saubere und blasenfreie Küvette wird mittels des Photometers DR 3900 für NO3-N bei 345 Nanometern und für NH4-N bei 690 Nanometern gegen den Blindwert, hier Calciumchlorid-Gebrauchslösung, gemessen. Die Messwerte werden in mg NO3/l Extraktionslösung, bzw. in mg NH4/l Extraktionslösung 4 ausgegeben.

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