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Produktart: Buch
Verlag: disserta Verlag
Erscheinungsdatum: 08.2013
AuflagenNr.: 1
Seiten: 140
Abb.: 93
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Smartphones und Tablet-PCs sind Dank der technischen Entwicklungen in den letzten Jahren zu universellen medialen Werkzeugen und zu unverzichtbaren, ständigen Begleitern geworden, die auch immer öfter im schulischen Alltag Einzug finden. Das Lernen mit Smartphones und Tablet-PCs stellt eine Steigerungsstufe des ‘Computer Based Learning‘ dar und wird immer mehr auf kleineren und leistungsfähigeren Endgeräten möglich. Um die Vorteile, Möglichkeiten und Chancen des mobilen Lernens nutzen zu können, ist seitens der Lehrerinnen und Lehrer eine entsprechende Medienkompetenz bezüglich Smartphones und Tablet-PCs gefragt. Welche Einteilung, bezüglich der Medienkompetenz von mobilen Medien wie Smartphones und Tablet-PCs, kann bei den oberösterreichischen Lehrkräften getroffen werden? Fühlen sich die Lehrpersonen für die neuen Geräte kundig oder fehlen ihnen die nötigen Kompetenzen? Haben sie schon Pläne und Ideen für den zukünftigen didaktischen Einsatz dieser mobilen Medien oder ist die digitale Kluft zu ihren Schülerinnen und Schülern doch unüberwindbar? Die vorliegende Studie setzt sich mit diesen und weiteren Fragen auseinander.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 3, Projekte, Studien und Publikationen zur mobilen Medienkompetenz: 3.1, Status Quo in Österreich – Stand Juli 2012: Die in Österreich medienpräsenten Projekte für Smartphones und Tablets in Schulen sind die derzeitigen iPad-Klassen der IHS/PTS Jennersdorf (Bgld.), HAK Eisenstadt (Bgld.) (vgl. LMS 2012, o. S.), VS Breitenlee (Wien) (vgl. Wimmer 2011, o. S.), GRG Erlgasse (Wien) und Projekte in der Steiermark, wie HS Algersdorf (Stmk.), VS Hirten Graz (Stmk.) und HTBLA Weiz (Stmk.) (vgl. ORF 2011, o. S.). Für das Schuljahr 2012/2013 sind iPad-Projekte in der BHAK Steyr und BHAK Gmunden geplant. Während es in der BHAK Steyr bereits konkrete Unterrichtsansätze (ePortfolio und Lernplattform moodle) gibt, befand sich im Juli 2012 die BHAK Gmunden noch in der Planungsphase. Erhebungen bei den entsprechenden Stadtschul- bzw. Landesschulräten in Österreich (Juni 2012) unterstrichen dieses Ost-West-Gefälle. Laut den Landesschulräten in Oberösterreich, Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg existierten im Schuljahr 2011/2012 keine entsprechenden Klassen oder Projekte. Ein zusätzlicher, interessanter Aspekt war, dass einzelne Stadt- bzw. Landesschulräte, wie in Wien, über etwaige Konzepte und Klassen keine genauen Informationen besaßen, obwohl über einige Projekte in diversen Medien berichtet wurde. Der Einsatz dieser neuen Medien erfolgt anscheinend noch individuell und unkoordiniert. Zu einer ähnlichen Erkenntnis kamen vor einem Jahrzehnt schon Bruck und Geser (2000b, S. 64), indem sie die damalige IKT-Integration als stellenweise unübersichtlich beschrieben. Einzig der Landesschulrat für Burgenland verfügte über detaillierte Informationen zu seinen iPad-Projekten. Darüber hinaus hat die Pädagogische Hochschule Burgenland in der BHAK/BHAS Eisenstadt eine wissenschaftliche Begleitstudie im Schuljahr 2010/2011 durchgeführt. Für Oberösterreich liegen Daten in der 3. OÖ. Kinder-Medien-Studie 2012 zu Smartphones und Tablets-PCs vor, bei der Volksschullehrerinnen und Volksschullehrer sowie Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen zu Medien und Medieneinsatz befragt wurden. Die neuen Technologien, wie Smartphones und Tablet-PCs spielen jedoch laut den Ergebnissen dieser Studie nur eine untergeordnete Rolle (vgl. Pfarrhofer 2012, S. 5 ff.). Die geforderte Medienkompetenz von Kindern im Bereich von Smartphones und Tablet-PCs (Frage 2) rangiert bei dieser Befragung im letzten Drittel. Traditionelle Medien, wie Buch, Radio und Hörspiele befinden sich in der Gunst der Lehrkräfte ganz vorne. Zusätzlich ist der Wunsch nach Informationen zu Tablet-PCs (Frage 28) sehr gering ausgeprägt. Auch fand zum Zeitpunkt der Studie kein Einsatz von Tablet-PCs im Unterricht statt (Frage 31). Kontrovers dazu gaben aber mehr als zwei Drittel der Pädagoginnen und Pädagogen an, dass ihnen eine Medienkompetenz der Kinder hinsichtlich der technischen Handhabung (Frage 23) wichtig sei und dass Tablet-PCs und Computer nach Büchern und dem Fernsehen eine große Rolle im Schulalltag spielen (Frage 3). Auch die Vorurteile der Volksschul-Lehrkräfte und der Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen bezüglich Smartphones in der Schule (Frage 21), wie dass der Unterricht durch Smartphones gestört wird, dass die Kinder durch Smartphones weniger miteinander reden und dass sich Smartphones auf die Entwicklung der Kinder negativ auswirken, werden in der Studie angeführt. Hingegen zeigt die 2. OÖ. Jugend-Medien-Studie 2011, dass Lehrkräfte der Hauptschulen und AHS diesbezüglich eine positivere Einstellung aufweisen (vgl. Pfarrhofer 2011, S. 2). Die Einhaltung von Nutzungsnormen, bezüglich Handys und Smartphones in Schulen, wird zum Beispiel in der Jugend-Medien-Studie 2011 als problemlos beschrieben. Zu dieser Erkenntnis kam auch Döring (2008, S. 25) bei einer von ihr im Jahr 2003 durchgeführten Untersuchung. Dass Medien und Organisationen in einer Wechselwirkung stehen und die Integration der Medien nicht unproblematisch ist, hat Schnoor (2000, S. 50) dadurch beschrieben, in dem er meinte: Besonders in der Einführung neuer Medien wird eins deutlich: Medien sind nie neutral. Medien können Organisationsformen grundlegend ändern. Ebenso sind auch Organisationsformen gegenüber den Medien nie neutral … Schulen sind Organisationen mit besonderen Merkmalen, durch die sich die Medienintegration in Teilen als sehr problematisch gestaltet. Aufgrund der rasanten Entwicklung im Bereich der mobilen Technologien wird es sich zeigen, ob mobile Medien und die Organisation Schule zukünftig zusammenwachsen werden oder ob sich ein breiteres Spannungsfeld ergeben wird.

Über den Autor

Dipl. Päd. Ing. Robert Murauer, B.Ed. M.Sc., wurde 1966 in Schenefeld bei Hamburg geboren. Sein Studium der Medienpädagogik an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (Österreich) schloss der Autor im Jahre 2013 mit dem akademischen Grad des Masters of Science erfolgreich ab. Bereits vor und während dem Studium sammelte der Autor umfassende praktische Erfahrungen im Bereich der Medienpädagogik. Er wurde 2009 und 2010 mit dem österreichischen eLearning-Award ausgezeichnet und erhielt darüber hinaus 2010 auch den pädagogischen IMST-Award verliehen. Im Jahr 2012 durfte er am Kongress der Bildungsmesse Learntec in Karlsruhe über mobile Medien referieren.

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