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- Das Chinesen-Image im deutschen Dokumentarfilm „Die Neue Seidenstraße: Chinas Griff nach Westen“. Eine multimodale Imageanalyse
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Verlag:
Diplomica Verlag
Imprint der Bedey & Thoms Media GmbH
Hermannstal 119 k, D-22119 Hamburg
E-Mail: info@diplomica.de
Erscheinungsdatum: 04.2026
AuflagenNr.: 1
Seiten: 104
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback
In deutschen Medien wird das Bild der Chinesen oft ambivalent gezeichnet – besonders im Kontext der Neuen Seidenstraße. Dieses Buch untersucht, wie im deutschen Dokumentarfilm Neue Seidenstraße: Chinas Griff nach Westen ein multimodales Chinesen-Image durch Sprache und Bild konstruiert wird. Ausgehend von der linguistischen Analyse von Sprachgebrauchsmustern überträgt die Studie erstmals das Konzept auf die visuelle Ebene und entwickelt dafür den Begriff des Bildgebrauchsmusters . Mithilfe manueller Annotation und Software-gestützter Analyse (AntConc, MAXQDA) werden sieben zentrale Teil-Images identifiziert, nämlich Invasoren , Fremde , Gewinner , Leiter , Opfer , Fleißige und Großstädter . Dabei stehen die ersten drei Teil-Images im Mittelpunkt. Ein Vergleich mit dem chinesischen Dokumentarfilm Crossroads. 2000 Years on the Silk Road verdeutlicht kulturelle Deutungsdifferenzen. Die Arbeit liefert nicht nur inhaltliche Erkenntnisse zur deutsch-chinesischen Wahrnehmung, sondern auch eine innovative, übertragbare Methodik für die multimodale Imageanalyse.
Textprobe: Einleitung Forschungsmotiv Im Jahr 2013 wurden zwei Initiativen von dem Staatspräsidenten Xi Jinping eingeführt, nämlich The Silk Road Economic Belt und 21st-Century Maritime Silk Road . Die zwei Initiativen werden später als One Belt, One Road -Initiative zusammengefasst, die auf das Ziel hinsteuert, den Ländern entlang der Neuen Seidenstraße mehr Austausch und Zusammenarbeiten zu fördern. Auf dem Grundgedanken des Aufbaus von einer Gemeinschaft mit geteilter Zukunft der Menschheit verbindet die Neue Seidenstraße die Asien-Pazifik-Wirtschafskreis mit dem europäischen Wirtschaftskreis. Als eines der Länder entlang der Seidenstraße hat Deutschland einen wichtigen geographischen und wirtschaftlichen Status für die Entwicklung der Initiative. Seit dem Anfang der Initiative im Jahr 2013 hat sich Deutschland aktiv an dem Aufbau der Neuen Seidenstraße beteiligt und von ihr profitiert. Auf der Webseite von Duisburger Hafen wird die transkontinentale Verbindung der Neuen Seidenstraße zwischen China und Duisburg als Schneller als das Schiff, erheblich kostengünstiger als der Lufttransport beschrieben. Im März 2019 wurde der BVDSI (Bundesverband Deutsche Seidenstraßen Initiative) gegründet, der sich das Ziel setzt, Wirtschaftspartnerschaften mit China und weiteren Städten entlang der Neuen Seidenstraße zu fördern. Auch im Jahr 2020, dem Jahr der Corona-Pandemie, wird die Entwicklung vom Trans-Eurasia-Express der Neuen Seidenstraße mit kurzer Unterbrechung weiter vorangetrieben. Halben Monat nach dem Ende des Lockdowns von Wuhan verkehrten wieder der Zug zwischen Wuhan und seiner Partnerstadt Duisburg, was für Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, ein gutes Zeichen der Normalisierung sei. Mit diesem Zug unter anderem wird eine Menge von Schutzrüstungen nach Europa transportiert. Trotz der von der Initiative herbeigeführten Profite gibt es in Deutschland auch kritische und warnende Stimmen gegenüber der Teilnahme an dem von China angetriebenen Projekt. Um der Förderung entsprechender Zusammenarbeit gerecht zu werden, haben Wissenschaftler Texte aus deutschen Think Tanks und die deutschen Medienberichte analysiert. Die Medien umfassen die wichtigste Presse Deutschlands, beispielsweise Spiegel, Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Fokus Online usw. Aus den Schlussfolgerungen dieser Arbeiten ist zu erschließen, dass deutsche Politiker oder die Medien seit Anfang der Initiative neben wirtschaftlicher Chance auch potenzielle Bedrohung und fragwürdigen Zweck in der Neuen Seidenstraße sehen. Allerdings werden multimodale Texte, die eigentlich bei der Wissensvermittlung und Wissenskonstruktion eine wichtige Rolle spielen sollten, in den bisherigen Forschungen weniger betrachtet. Mit der technologischen Entwicklung spielen die multimodalen Texte eine immer wichtigere Rolle im alltäglichen Leben und damit auch im Vordergrund sprachwissenschaftlicher Forschungen. Die Technik der Digitalisierung erlaubt einerseits, verschiedene Zeichenressourcen miteinander zu verbinden, und andererseits, die multimodalen Texte zu sammeln und zu annotieren. Die Zeit, wo die Informationen nur sprachlich vermittelt wurden, ist längst vorbei. Stöckl legt fest: Der rein sprachlich verfasste Text bildet die Ausnahme und der multimodale Text gerät zur Norm. Vor diesem Hintergrund ist ein Paradigmenwechsel im Bereich der Diskursanalyse zu erkennen und der neue Ansatz wird als Multimodale Diskursanalyse (MDA) genannt. Insofern wäre es sinnvoll, die multimodalen Texte über die Neue Seidenstraße auch unter Beobachtung zu setzen. An dieser Stelle stellt sich Dokumentarfilm als ein wichtiges multimodales Forschungsmaterial dar. Im Hinblick auf das Desiderat der multimodalen Imageanalyse zur Neuen Seidenstraße wird in der vorliegenden Arbeit ein diesbezüglicher deutscher Dokumentarfilm in den Vordergrund gerückt. Als eine explorative Untersuchung setzt sich diese Arbeit das Ziel, aus dem Dokumentarfilm durch sprachwissenschaftliches Verfahren ein integratives Chinesen-Image aufgrund von Sprach- und Bildmodalität herauszuarbeiten. Forschungsstand In diesem Abschnitt wird ein Rückblick auf die bisherigen Studien geworfen, die mit dieser vorliegenden Arbeit thematisch und methodischen im engsten Zusammenhang stehen. Zuerst werden die wichtigen Forschungen in Bezug auf die Dokumentarfilme über die Neue Seidenstraße zusammenfassend dargestellt. Danach folgt ein Überblick über die verschiedenen Forschungsmethoden der multimodalen Diskursanalyse sowie multimodalen Imageanalyse. Dabei werden zugleich die inländischen und ausländischen Forschungen berücksichtigt. Forschungen der Dokumentarfilme über die Neue Seidenstraße Nach Recherchieren in akademischen Datenbanken wie Google Scholar, JSTOR, BFSU Academic Discovery und CNKI ist es festzustellen, dass sich Forschungen zu Dokumentarfilmen über die Neue Seidenstraße lediglich im chinesischen wissenschaftlichen Kontext befinden. Generell gesehen gibt es einen zunehmenden Trend seit 2014. Diese Forschungen lassen sich aus folgenden Perspektiven zusammenfassen: Forschungsbereiche: Die meisten Forschungen gehören dem Bereich der Kunst von Film und Fernsehen nach der Kategorisierung von CNKI. Es gibt in den berücksichtigten Forschungen noch keine von linguistischer Perspektive ausgehende Untersuchung über dieses Thema, obwohl der Film seit Anfang an als ein wichtiger Forschungsgegenstand im Bereich der multimodalen Diskursanalyse gilt. Forschungsmethode: Die relevanten Forschungen basierten vor allem auf einer rein hermeneutischen Analyse. Linguistische Methode im Bereich der multimodalen Analyse findet dabei noch keine Verwendung. Forschungsschwerpunkte: Die berücksichtigten Untersuchungen widmen sich hauptsächlich der Verbesserung der narrativen Strategie zur effektiveren interkulturellen Verbreitung der inländischen Dokumentarfilme über die Neue Seidenstraße sowie des in den Dokumentarfilmen dargestellten Länderimages. Daraus ergeben Vorschläge für weitere Produktion der entsprechenden Dokumentarfilme, die für die vorliegende Arbeit aufschlussreich sind. Die Vorschläge gehen zusammenfassend von den folgenden Aspekten aus: 1. Gemeinsame Werte und Lebensziele verschiedener Kulturen als Grundlage der Filmproduktion zu setzen, um Sympathie und Akzeptanz der Zuschauer zu erwecken. 2. Geschichten der normalen Leute erzählen, statt die Initiative nur auf Makroebene zu erklären, um Gefühl von Propaganda zu reduzieren. 3. Schwerpunkt auch auf Leben der Ausländer entlang der Neuen Seidenstraße zu lenken, damit die Initiative sich nicht nur für China als vorteilhaft erweisen kann. 4. Neue soziale Plattforme und neue Medien einzusetzen, damit die Dokumentarfilme für mehr Leute unmittelbarer und greifbarer werden könnten. 5. Zusammenarbeit mit ausländischen Filmfirmen zu fördern, um internationalen Filmmarkt zu erschließen. Untersuchungsgegenstand: Dies Forschungen konzentrierten sich fast nur auf die inländischen Dokumentarfilme. Die genannten Vorschläge lassen sich noch durch Vergleich mit den thematisch relevanten ausländischen Dokumentarfilmen überprüfen. Dadurch ist z.B. erst klar, für welche Themen die Ausländer sich interessieren, die in den inländischen Dokumentarfilmen wegen unterschiedlicher kultureller Hintergründe vernachlässigt werden. Es gibt zwar keine Forschungen der ausländischen Dokumentarfilme über die Neue Seidenstraße, aber einige repräsentative deutsche Dokumentarfilme über China fanden bereits eine eingehende Behandlung. Diese Artikel weisen auf die grundlegenden Einstellungen der deutschen Dokumentarfilme gegenüber China hin. Von der Lühe untersuchte drei deutsche Dokumentarfilme über China zwischen 2000 und 2004 und kam zu dem Schluss, dass diese Dokumentarfilme gleichzeitig positive und negative Bewertungen gegenüber China ausgedrückt hatten und in denen hauptsächlich um Wissenschafts- und Technikentwicklung Chinas sowie Wachstum vom Ostenchina gingen. Aufgrund kritischer Diskursanalyse beschäftigte sich Wang mit dem Stereotyp im Sprechtext eines Dokumentarfilms über chinesische Ausbildungsstruktur. Zheng/Song und Zheng befassten sich mit einem zugleich von Deutschen und Chinesen hochgeschätzten deutschen Dokumentarfilm Chinas Grenzen und darauf basierend machten sie praktische Ratschläge zur Verbesserung der interkulturellen Verbreitung von chinesischen Dokumentarfilmen. Imageanalyse im Rahmen der multimodalen Diskursanalyse Überblick über Forschungsansätze der multimodalen Diskursanalyse Mit der Entwicklung der modernen Technik der Massenmedien und Digitalisierung steht nicht nur die Sprache im Zentrum der Texte bzw. der Diskurse. Die Texte aus Zusammenschluss mehrerer unterschiedlichen Zeichenmodalitäten wie Sprache, Bild, Musik und Geräusch mit innerer Kohäsion und Kohärenz treten in den Vordergrund der Kommunikation und solche Texte sind s.g. multimodale Texte. Angesichts der Veränderung der Formen von Informationsvermittlung wurde die Gerechtigkeit der rein sprachlichen linguistischen Analyse in Zweifel gezogen, denn die anderen Zeichenressourcen leisten ebenfalls einen unersetzbaren Beitrag zur Bedeutungs-generierung. Vor diesem Hintergrund entsteht der Ansatz der Multimodalen Diskursanalyse (MDA), die auf der Grundlage der sprachlichen Diskursanalyse aufbaut. Seit Beginn der multimodalen Diskursanalyse von Kress / van Leeuwen und O’Toole in den 1990er Jahren werden vielfältige Forschungsansätze entwickelt. Nach O’Halloran sind die folgenden drei die wichtigsten: a) der von Kress / van Leeuwen und O’Toole aus Hallidays System-Funktionale Grammatik entwickelte sozial-semiotische Ansatz, b) die multimodale Interaktionsanalyse mit Scollon, Wong Scollonund und Norris als Vertreter und c) der kognitive Ansatz bzw. die Analyse der multimodalen Metapher von Forceville. Feng, Zhang und O’Halloran fügten die multimodale Korpusanalyse als eine neue Forschungsmethode mit dem Aufschwung von Softwaren für multimodale Analyse hinzu. Pan und Li gliederten alle bisherigen multimodalen Forschungsmethoden in neun Ansätze: System-Funktionaler Ansatz, sozial-Semiotischer Ansatz, Analyse der multimodalen Metapher, multimodale Korpusanalyse, multimodale Interaktionsanalyse, multimodale Konversationsanalyse, Geosemiotik, multimodale Ethnografie und multimodale Rezeptionsanalyse. Die empirische Untersuchung der vorliegenden Arbeit basiert auf der von Kress / van Leeuwen entwickelten Visuellen Grammatik, die im Mittelpunkt des sozial-semiotischen Ansatzes steht. Dieser Ansatz konzentriert sich auf Beschreiben und Verstehen der Art und Weise von Bedeutungsgenerierung und Bedeutungsvermittlung von Zeichen unter bestimmten gesellschaftlichen Umständen. Multimodale Imageanalyse Anhand der obig genannten Ansätze ist die Bedeutungskonstruktion in den multimodalen Texten aus vielfältigen Perspektiven zu erforschen. Darauf basierend befassen sich viele Forscher mit der Imageanalyse. Länderimage bzw. China-Image ist dabei das meist getroffene Thema in China. Zudem erhalten auch Frauen-, Stadt- sowie Unternehmensimage Aufmerksamkeit. An dieser Stelle werden die Forschungen über Länderimage bzw. China-Image als Beispiel genommen, um den Forschungsstand der multimodalen Imageanalyse bis 2020 in China darzustellen, weil es als das beliebteste Thema in China auf diesem Gebiet gilt und auch thematisch am relevantesten für diese vorliegende Arbeit ist. Mit der Suchanfrage ???*????/???? (multimodal * Länderimage/China-Image) wurden insgesamt 34 relevante Beiträge gefunden und es bezeichnet einen zunehmenden Trend seit 2015, wo die ersten multimodalen Forschungen über China-Image veröffentlicht wurden: Abb. 1-1: Anzahl der chinesischen Studien über multimodale China-Image Quelle: Eigene Darstellung Diese Forschungen lassen sich aus Perspektiven der Forschungsansätze, Forschungsmethode, Untersuchungsmaterialien und Schwerpunkte der Forschungen wie folgt zusammenfassen: Forschungsansätze: Die meisten Studien davon gehen von dem sozial-semiotischen und dem kognitiven Ansatz aus. Die Beiträge des sozial-semiotischen Ansatzes gehen immer von der Visuellen Grammatik aus und interpretieren die visuellen Elemente in multimodalen Texten über China, um das konstituierte China-Image zu gewinnen. Von der kognitiven Perspektive ausgehend untersuchten die Forscher die sprachlichen, bildlichen und manchmal auch musikalischen Metaphern bzw. Metonymien in den multimodalen Texten, die zur Konstruktion des China-Images Beitrag leisten. Forschungsmethode: Die vorhandenen Analysen benutzen alle qualitative Forschungsmethode, denn nur durch qualitative Analyse ist die komplexen Prozesse der Zusammenwirkung von verschiedenen Zeichenmodalitäten in einem multimodalen Diskurs zu entschlüsseln. Es gibt noch keine Forschungen bei der multimodalen Länderimageanalyse, welche den Untersuchungsgegenstand qualitativ und quantitativ gleichzeitig berücksichtigen. Mit Entstehung von verschiedenen Softwaren ist es zu erwarten, quantitativ orientierte Vorgehensweisen mit qualitativen Analysen in Verbindung zu setzen, um die Glaubwürdigkeit der Forschungsergebnisse zu erhöhen. Untersuchungsmaterialien: Mit folgender Abbildung (Abb. 1-2) werden die Kategorie und Herkunft der Untersuchungsmaterialien der multimodalen Chinaimageanalyse veranschaulicht. Die betroffenen multimodalen Texte umfassen sowohl statische als auch bewegte Materialien. Davon erhielten nationale Werbefilme die meiste Aufmerksamkeit. Die Dokumentarfilme waren mit Abstand der zweitmeiste Untersuchte. Der untersuchte Diskurs besteht meistens aus inländischen multimodalen Texten. Die multimodalen Materialein aus England sind zweitmeist erforscht. Viel geringere Bedeutung gewannen die Materialien aus Deutschland und anderen Ländern. Abb. 1-2: Untersuchungsmaterialien der multimodalen Chinaimageanalyse Quelle: Eigene Darstellung Forschungsschwerpunkte: Trotz der Vielfalt des Untersuchungsmaterial zeigen die vorhandenen Forschungen einen gemeinsamen Trend, dass der Schwerpunkt der Forschungen wenig auf das konkrete multimodale Länderimage von China lag, sondern auf die Funktionsweise der jeweiligen Modalitäten bei der Bedeutungsgenerierung, Im Gegensatz zu den inländischen Forschungen beginnen einige ausländische Beiträge im linguistischen sowie semiotischen Gebiet, sich auch mit dem aus Zusammenwirkung von Sprache und Bild konstituierten Image und der Forschungsmethode dafür zu beschäftigen. In manchen Untersuchungen wurde das konstituierte Image aufgrund der Bildmodalität auch quantitativ bzw. datenbasiert analysiert. Diese Beiträge sind zwar noch wenig, sie bieten dieser vorliegenden Arbeit jedoch wichtige Hinweise in Bezug auf die Forschungsmethoden an: Vogel/Haberer untersuchten das visuell konstituierte Chinesen-Image in deutschen Werbungen, indem sie die statistisch häufig vorkommenden visuellen Elemente wie Handlungen, Gegenstände sowie Farbe und Typografie in einzelnen Werbungen kategorisierten. Betcher analysierte die Bilder in den Berichterstattungen des West- und Ostdeutschlands während des Kalten Kriegs gegenüber USA und UdSSR. Mit der von ihm entwickelten Methode der korpusbasierten visuellen Diskursanalyse wurden Völkers Kognitionsmuster gegenüber den zwei damaligen Weltmächten erkannt. Schöps annotierte die Körperhaltungen verschiedener Rollengruppen wie Held oder Feind in ostdeutschen DEFA-Filmen und untersuchte quantitativ und qualitativ, ob gesellschaftliche Stereotype im Film auch durch wiederkehrendes Einsetzen von bestimmten Körperhaltungen visualisiert werden.
Dr. Jingcao Chen wurde 1996 in China geboren. Sie schloss ihr Masterstudium der Germanistik an der Beijing Foreign Studies University im Jahr 2021 erfolgreich ab und promovierte dort im Jahr 2025 im Fachgebiet Deutsch-Chinesische Interkulturelle Kommunikation. Während ihres Studiums beschäftigte sie sich intensiv mit Linguistik und entwickelte ein besonderes Interesse an multimodalen Forschungsansätzen. Im Rahmen ihres akademischen Werdegangs absolvierte sie Austausch- und Forschungsaufenthalte an mehreren deutschen Universitäten, wodurch sie tiefere Einblicke in die kulturellen Unterschiede und Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Deutschland und China gewinnen konnte. Angeregt durch die Diskurse rund um die Initiative Neue Seidenstraße und motiviert von dem Wunsch, die mediale Darstellung dieser Initiative in Deutschland systematisch zu untersuchen, widmet sich die Autorin in ihrer Arbeit der multimodalen Analyse des Chinesen-Images in einem deutschen Dokumentarfilm.
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