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Management

Nico Bohländer

Offene Innovationsprozesse in Startups

ISBN: 978-3-96146-835-5

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Produktart: Buch
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: 05.2021
AuflagenNr.: 1
Seiten: 124
Abb.: 13
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Steigender Wettbewerbsdruck, kürzere Produktlebenszyklen und ein höherer Innovationsdruck verlangen von Unternehmen, neue Wege in der Schaffung von Innovationen zu beschreiten. Eine mögliche Lösung ist, den Innovationsprozess der Umwelt zu öffnen, um das eigene Innovationspotenzial zu erweitern. Diese Herangehensweise wird als Open Innovation bezeichnet. Auch Startups können von einem offenen Innovationsprozess stark profitieren, sollten dabei jedoch eigene Methoden und Konzepte entwickeln. Die für dieses Buch geführten Interviews mit GründerInnen offenbaren, wie sich solche Ansätze für Startups gestalten und aus welchen Gründen diese ihren Innovationsprozess öffnen. Auf Grundlage dieser Studie lassen sich sowohl für Startups als auch für Gründungsberatungen einige Empfehlungen für das Gelingen eines offenen Innovationsprozesses ableiten.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 2.2.1 Charakteristika von Startups: Seit dem enormen Anstieg der Marktmacht von digitalen Konzernen, wie Airbnb, Spotify oder Amazon, ist der Begriff Startup weitverbreitet und findet häufig Verwendung. 2018 gab es allein in den USA 145 sogenannter Unicorns – Startups, deren jeweiliger Marktwert auf mindestens eine Milliarde US-Dollar geschätzt wird. Diese jungen Unternehmen hatten einen aggregierten Marktwert von über 555 Milliarden US-Dollar (Clark, 2018). Die größten Unternehmen der heutigen Zeit begannen häufig als kleines Startup. Ursprünglich geprägt wurde der Begriff vom US-amerikanischen Dozenten und Unternehmer Steve Blank. Er definiert ein Startup wie folgt: A startup is an organization formed to search for a repeatable and scalable business model. (Blank, 2010) Zu dieser ursprünglichen Definition ergänzt Blank in einer späteren Publikation, dass ein Startup nicht lediglich die kleinere Version eines großen Unternehmens ist. Ferner ist ein Startup eine vorübergehende Organisation auf der Suche nach ebenjenem, beschriebenen Geschäftsmodell. Hier wird nun auch die zeitliche Endlichkeit der Unternehmung deutlich. Ein Startup entwickelt sich idealerweise weiter und wächst dabei (Blank & Dorf, 2020, S. XVII). Eric Ries, ein Entrepreneur im Silicon Valley und zugleich ehemaliger Student von Steve Blank, erweitert dessen Startup-Definition um die Komponente der extremen Ungewissheit (Ries, 2014, S. 32), mit welcher die noch jungen Unternehmen konfrontiert werden. Ihm zufolge ist ein Startup eine menschliche Institution, die unter genannter Ungewissheit ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung schafft (Ries, 2014, S. 28). Außerdem sind Startups von Natur aus offene Organisationen, die notwendigerweise an Innovationsprozessen teilnehmen müssen (Spender et al., 2017, S. 4). Den vorangegangenen Definitionen folgend, versteht sich ein Startup im Rahmen dieser Studie wie folgt: Ein Startup ist eine temporäre Organisation, die unter starker Ungewissheit, auf der Suche nach einem wiederholbaren, skalierbaren und innovativen Geschäftsmodell ist. Zu Beginn handelt es sich bei dem Geschäftsmodell eines Startups lediglich um eine Ansammlung einiger Ideen und Vermutungen, während dessen Gründerteam keinerlei Kunden und nur minimales Kundenwissen vorweisen kann (Blank & Dorf, 2020, S. XVII). Während der Gründungphase werden Ideen generiert und zu marktfähigen Produkten weiterentwickelt, die es den Startups ermöglichen sollen, zu wirtschaftlich nachhaltigen Unternehmen heranzuwachsen. Die GründerInnen eines Startups haben in der Regel zunächst die Vision eines neuen Produkts, ausgestattet mit einer Reihe von Funktionen. Darauf aufbauend stellen diese Hypothesen zu bestimmten Teilen des Geschäftsmodells auf. Dazu zählen etwa Fragestellungen zur Kundensegmentierung, der Distribution, dem Pricing oder der Finanzierung des Startups. Anschließend ist es die Aufgabe der GründerInnen zu prüfen, ob das angenommene Modell funktioniert wie erwartet und ob die anvisierten Kunden sich verhalten wie erwartet. Bei diesem Schritt zeigt sich beim ersten Versuch häufig, dass das gewählte Geschäftsmodell noch nicht ideal ist. Aus diesem Grund ändern die meisten Startups dieses im Laufe ihrer Gründungsphase wenigstens einmal (Blank, 2010). Der Begriff Startup impliziert außerdem, dass ein neues Unternehmen mit einem innovativen Geschäftsmodell möglicherweise einen neuen Markt schaffen wird oder bestehende Märkte und deren Teilnehmer umstürzen könnte (Eftekhari & Bogers, 2015, S. 575). Kommt es dabei tatsächlich zur Erschütterung und nachhaltigen Veränderung eines bestehenden Marktes und seiner Teilnehmer, ist die Rede von einer disruptiven Innovation (Christensen, 2013). Bei der oben genannten Startup-Definition wird bereits deutlich, inwiefern Startups von anderen Neugründungen, wie beispielsweise Handwerksbetrieben oder Bäckereien, abzugrenzen sind. Diese haben zumeist weder eine innovative Geschäftsidee – der Kern eines Startups – noch das Potenzial schnell zu wachsen und verwenden gleichzeitig bewährte Geschäftsmodelle und bekannte Produkte. Dadurch fehlt ihnen der Charakter der Neuartigkeit sowie das Kriterium der Skalierbarkeit. Ferner gelten Startups als innovativer als KMU, kämpfen jedoch mit der Gefahr eines frühen Scheiterns aufgrund ihrer Neuartigkeit (Kohler, 2016 Usman & Vanhaverbeke, 2017, S. 173). Dennoch haben Startups und KMU auch einige Gemeinsamkeiten, darunter vor allem die sie kennzeichnende Ressourcenknappheit, die zumeist in Zusammenhang mit der Größe des Unternehmens steht (Usman & Vanhaverbeke, 2017, S. 173). Das anschließende Kapitel erläutert einige spezifische Herausforderungen von Startups. Diese Aspekte könnten Anhaltspunkte dafür liefern, wieso Startups ihre Innovationsprozesse der Umwelt öffnen. Ferner könnten sich Faktoren von Startups identifizieren lassen, die eine Implementierung von OI unter Umständen begünstigen oder erschweren.

Über den Autor

Nico Bohländer, M.A., wurde 1992 geboren. Sein Bachelor-Studium in Media Management schloss der Autor 2017 an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden ab. In einem anschließenden Praktikum sammelte der Autor Erfahrungen in einem jungen Unternehmen mit Startup-Flair. Den darauffolgenden Master absolvierte er im Studiengang Medienmanagement an der Bauhaus-Universität in Weimar. Im Rahmen dieses Masters wurde sein wissenschaftliches Interesse an Innovationsthemen, Entrepreneurship und qualitativer Forschung deutlich, was wiederum auschlaggebend für das Zustandekommen dieses Buches war.

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