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Produktart: Buch
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: 08.2019
AuflagenNr.: 1
Seiten: 76
Abb.: 15
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Konflikte am Arbeitsplatz - wer kennt sie nicht?! Sei es aufgrund von Missverständnissen, unklaren Rollen oder in Zusammenhang mit Veränderungsprozessen. Im Wirtschaftsleben sind soziale Konflikte allgegenwärtig. Bleiben sie ungelöst, beeinträchtigen sie nicht nur die Zusammenarbeit und Arbeitsproduktivität, sondern führen auch zu Arbeitsausfällen oder Kündigungen. Organisationen zeigen daher ein wachsendes Interesse, den Umgang mit Konflikten anzugehen. Das vorliegende Buch von Mercedes Mende geht auf Konflikte im Arbeitskontext ein, stellt Ausprägungen von Persönlichkeitseigenschaften bzw. Konflikten dar und beleuchtet den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitseigenschaften und Konfliktverhalten. Verhalten sich Frauen im Konflikt anders als Männer? Agieren Menschen, die Mediation als Verfahren zur Konfliktlösung kennen, konstruktiver? Diese und weitere Fragen beantwortet die Autorin und liefert praktische Erkenntnisse für Konzeption und Durchführung von Konfliktberatung, Coaching oder Konflikttraining. Darüber hinaus kann das Buch die Gestaltung von Maßnahmen zur Konfliktprävention bzw. die Zusammenstellung von Teams oder Arbeitsgruppen unterstützen.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 3. Methode: In diesem Kapitel wird die methodische Herangehensweise an die zu klärenden Fragestellungen erläutert. Die vorliegende Studie zielt darauf ab, mit einer aktuellen Stichprobe frühere Studienergebnisse, wie in Kapitel 2.3 aufgeführt, zu überprüfen. Systematische Replikationsstudien gehören zum Feld der empirischen Studien, durch die bisherige Befunde überprüft, Zufallsergebnisse aufgedeckt bzw. neue Erkenntnisse generiert werden können (Bortz & Döring, 2016, S. 189). 3.1 Stichprobenbeschreibung: Die probabilistisch erhobene Stichprobe setzt sich aus weiblichen (n = 125) und männlichen Probanden (n = 80) in der Altersspanne von 20 - 70 Jahren und unterschiedlichem sozio-demographischen Hintergrund zusammen. Die Stichprobenanalyse ist in Kapitel 4.1.1 dargestellt. An der Datenerhebung konnten Personen teilnehmen, die den deutschen Fragebogen sprachlich und kognitiv verstanden haben. Daneben mussten die Probanden über einen Internetzugang verfügen, um den Online-Fragebogen abrufen und bearbeiten zu können. Als demographische Daten wurden Alter (in vorgegebenen Altersspannen), Nationalität (Deutschland, Österreich, Schweiz oder Andere) und Geschlecht erfragt. Die Befragung richtet sich an Berufstätige, weshalb zur Erkennung verwendbarer Daten der aktuelle Tätigkeitsstatus (selbstständig, angestellt oder nicht berufstätig) erhoben wurde. Für die Überprüfung der Hypothese 2 wurde um Angabe der Ausbildungs-/Studienrichtung (wirtschaftswissenschaftlich, geisteswissenschaftlich, sozialwissenschaftlich oder naturwissenschaftlich) gebeten. Zur Teilnahme an der virtuellen Laborstudie sollten Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit gewonnen werden, um mögliche kulturelle Effekte auszuschließen. Diese Effekte könnten die Vergleichbarkeit dieser Studie beeinflussen, weshalb nach Abschluss der Datenerhebung geeignete Datensätze anhand der Variable Nationalität gefiltert wurden. Da die Rekrutierung über grenzüberschreitende Berufsnetzwerke erfolgte, wurden aufgrund der Ähnlichkeit der kulturellen Gepflogenheiten auch Datensätze von Teilnehmern aus Österreich und der Schweiz berücksichtigt. 3.2 Untersuchungsdesign: Die Within-Subject-Design Studie wurde unter Zuhilfenahme eines elektronischen Fragebogens durchgeführt, der über einen Internet-Link erreichbar war. Der Link wurde auf verschiedenen Plattformen und Berufsnetzwerken veröffentlicht. Dem Untersuchungsdesign liegt ein Selbstauskunftsfragebogen zugrunde, der auf Subjektivität und theoretischen Annahmen der Probanden basiert. Objektive Beurteilungsmaßstäbe spielen nach Bortz und Döring (2016, S. 457) bei Persönlichkeitstests keine Rolle, da diese auf Selbstauskunfts-Items basieren. Den Ausführungen von Bortz und Döring (2016) zu psychologischer Forschung folgend wird ein Signifikanzniveau von Alpha = .05 angenommen. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, wurde eine Stichprobengröße von = 200 Probanden angestrebt. Wie in Kapitel 4.1.1 dargestellt, entsprechen N = 205 Probanden den Kriterien für gültige Fälle. 3.3 Erhebungsinstrument: Als Befragungsinstrument wurde die wissenschaftliche, quantitative Fragebogenmethode verwendet. Diese Methode ermöglicht nach Bortz und Döring (2016, S. 398) eine zielgerichtete und systematische Erfassung von bestimmten Aspekten des Erlebens durch verbale und numerische Selbstauskünfte von Probanden. Die Fragetechnik eignet sich den Autoren zufolge in schriftlicher Form besonders gut zur Erfassung subjektiven Verhaltens. Die Befragungsform erfüllt das Kriterium der Objektivität, da das Messinstrument vollstandardisiert ist – also alle Probanden dieselben Fragen zu beantworten hatten. Daneben werden durch das Erhebungsinstrument Datenschutzkriterien eingehalten, da der Datensatz keine Rückschlüsse auf die Daten einzelner Probanden zulässt und die Befragung anonym erfolgte. Der Fragebogen, der diesem Buch zugrunde liegt, wurde von der Autorin in Hinblick auf das Forschungsvorhaben konstruiert. Die Befragung startete nach der Begrüßung auf den Seiten 2 und 3 mit der Erhebung der soziodemographischen Daten auf Nominal-Skalenniveau. Anschließend wurden auf den Seiten 4 bis 6 die Persönlichkeitseigenschaften unter Zuhilfenahme des von Hartig, Jude und Rauch (2003) auf Basis des International Personality Item Pools (IPIP40) entwickelten und getesteten Inventars erhoben. Das Inventar zur Messung der BIG-5 ist ein für Forschungszwecke frei nutzbares Instrumentarium für internetbasierte persönlichkeitspsychologische Studien. Es besteht aus 40 Items, denen jeweils eine 5-stufige Likert-Skala auf Intervall-Skalenniveau von trifft überhaupt nicht zu bis trifft voll und ganz zu zugeordnet ist. Die Persönlichkeitseigenschaften werden durch jeweils acht Items, die sowohl positiv als auch negativ formuliert sind, erhoben (siehe Anhang A). Insgesamt enthielt der Fragebogen zwanzig invertierte Items wie bspw. Ich bin nicht gesprächig als ein entgegengesetzt gepoltes Item zur Messung von Extraversion. Die empirischen Belege der Validierungsstudien sprechen dafür, dass der IPIP40 nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine reliable und valide Erfassung der BIG-5 volljähriger Befragungspersonen aus der deutschsprachigen Allgemeinbevölkerung mit zufriedenstellenden bis sehr guten psychometrischen Gütekriterien erlaubt. So kann für die Skala zur Messung von Neurotizismus ein Cronbachs Alpha von .90 konstatiert werden. Die internen Konsistenzen der weiteren Skalen weisen folgende Werte auf: Extraversion .87, Offenheit .77, Verträglichkeit .72 und Gewissenhaftigkeit .84 (Hartig et al., 2003, S. 6), außerdem konnte eine konvergente Validität mit dem NEO-FFI festgestellt werden (S. 8). Das beabsichtigte Konfliktverhalten wird durch das deutsche Inventar ROCI-II-D, das aus 28-Items und ebenfalls einer 5-stufigen Likert-Skala besteht, erfragt. Das Inventar eignet sich nach Bilsky und Wülker (2000) gut zur Erfassung des Konfliktverhaltens von Personen in Organisationen, da eine Faktorenanalyse die Struktur fünf deutlich getrennter Konfliktstile wiederspiegelt (S. 10). Die Validität der deutschen Übersetzung wurde von den Autoren geprüft. Die interne Konsistenz (Cronbach-Alpha) der einzelnen Skalen weisen Werte zwischen .62 ( compromising ) und .81 ( dominating ) auf. Ein Beispiel-Item zur Messung integrativen Konfliktverhaltens lautet: Ich versuche, mit meinen Kollegen zu einem einvernehmlichen Verständnis eines Problems zu gelangen .

Über den Autor

Mercedes Mende ist Dipl. Volkswirtin und absolvierte eine post-graduelle Management-Weiterbildung. Nach ihrem Berufseinstieg als Marketing Managerin in einem Handelsunternehmen arbeitete sie als Führungskraft für verschiedene national und international agierende Unternehmen der Konsumgüterbranche. Berufsbegleitend erwarb sie einen Master in Wirtschaftspsychologie mit den Schwerpunkten Personal, Führung und Change-Management, um das Denken, Fühlen und Handeln von Menschen in der Wirtschafts- und Arbeitswelt zu ergründen. Daneben absolvierte sie eine Ausbildung zum Business-Coach. Das Beobachten und Erleben weitreichender, meist negativer ökonomischer und psychologischer Folgen sozialer Konflikte im Berufskontext motivierten die Autorin, sich in professionellem Konflikt- und Verhandlungsmanagement als Wirtschaftsmediatorin weiterzubilden. Ihre langjährige praktische Erfahrung und umfangreichen Fähigkeiten bringt sie als freiberufliche Konfliktberaterin, Wirtschaftsmediatorin und Business-Coach in Unternehmen ein. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Klärung innerbetrieblicher Konflikte bzw. die Begleitung von Fach- und Führungskräften in Veränderungsprozessen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Bayern.

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