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Sozialwissenschaften


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Produktart: Buch
Verlag: Bachelor + Master Publishing
Erscheinungsdatum: 10.2014
AuflagenNr.: 1
Seiten: 92
Abb.: 10
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Die Prinzipien, denen der Englischunterricht an Grundschulen folgen sollte, kann der Einsatz eines Lehrwerkes allein häufig nicht genügend berücksichtigen. Dies macht den ergänzenden Einsatz von alternativen Methoden sinnvoll. Das vorliegende Werk, das als schriftliche Hausarbeit zur zweiten Staatsprüfung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen gemäß § 13 PVO- Lehr II geschrieben wurde, untersucht zwei Hauptleitfragen: 1. Inwiefern wirkt sich die Verfolgung der grundschulspezifischen Prinzipien für den Englischunterricht lernförderlich auf die Verwirklichung eines Unterrichtsvorhabens aus, das die Umsetzung eines englischsprachigen Kinderbuches vom Storytelling zum Theaterstück vorsieht? 2. Inwiefern wirkt sich der Einsatz von Requisiten, Masken und Kostümen positiv auf die Sprechbereitschaft der Schüler aus? In einer 3. Klasse einer Grundschule wurde das Kinderbuch ‘The Smartest Giant in Town’ vom Storytelling bis zur Theateraufführung umgesetzt. Im vorliegenden Werk wird ein Überblick über die theoretischen Grundlagen des Storytelling, sowie des Theaterspielens im Englischunterricht der Grundschule gegeben. Im weiteren Verlauf wird dargestellt, wie der Text eines englischsprachigen Kinderbuches adaptiert werden sollte, um ein Theaterstück daraus zu entwicklen. Der Aufbau der durchgeführten Unterrichtseinheit zum Buch ‘The Smartest Giant In Town’ mit methodischen und didaktischen Analysen wird dargestellt. Im Anhang finden sich der für das Theaterstück adaptierte Text des Kinderbuches sowie ein Theaterskript.

Leseprobe

Kapitel 3, PLANUNGSGRUNDLAGEN UND PLANUNGSENTSCHEIDUNGEN: Wie lassen sich die bisherigen theoretischen Ausführungen zu Aufgaben und Prinzipien des Englischunterrichts in der Grundschule, dem Storytelling und dem Theaterspielen nutzen, um eine didaktisch-methodisch sinnvoll und effektiv gestaltete Unterrichtseinheit aufzubauen? Im Folgenden wird die Umsetzung des theoretischen Hintergrundes in den Planungsgrundlagen und -entscheidungen dargestellt. 3.1, ZUR LERNGRUPPE UND ZUR LERNAUSGANGSLAGE: Eigenart der Lerngruppe: Die Klasse … unterrichte ich seit dem Beginn des Schuljahres 2006/2007 eigenverantwortlich mit 2 Stunden Englisch in der Woche. Außerdem unterrichte ich diese Lerngruppe weitere 6 Stunden wöchentlich im Fach Deutsch. Dadurch besteht zwischen uns ein positives und vertrautes Verhältnis. Die Klasse wird von 23 Schülern (11 Mädchen und 12 Jungen) besucht. Die meisten Schüler sind 8 oder 9 Jahre alt. Vier der Schüler sind älter. Sie sind als Wiederholer in die Klasse gekommen. Zwei Schülerinnen sind im Laufe des zweiten Schuljahres zugezogen. Die anderen Schüler besuchen seit dem ersten Schuljahr gemeinsam die-selbe Klasse. Alle Schüler haben, mit kleinen individuellen Differenzen, einen ihrem Alter entsprechenden Entwicklungsstand erreicht, wobei auch die wiederholenden Schüler nicht auffällig weiter entwickelt sind. Es handelt sich insgesamt um eine aufgeweckte und wissbegierige Klasse, die ein sehr gutes Arbeits- und Sozialverhalten zeigt. Die Schüler/innen sind im Umgang miteinander rücksichtsvoll und hilfsbereit. Sie arbeiten größtenteils zügig und zielgerichtet. Nur wenige Schüler haben häufiger noch Schwierigkeiten, mit der Arbeit anzufangen und schaffen das Arbeitspensum nicht immer. Nach gesonderten Aufforderungen gelingt es auch ihnen meist, zielgerichtet zu arbeiten. Lern- und Leistungsvermögen: Die Lerngruppe weist eine hohe Lernbereitschaft auf. Alle Schüler sind dem Fach Englisch gegenüber aufgeschlossen und arbeiten engagiert im Unterricht mit. Sie erlernen neue Inhalte verhältnismäßig schnell und motiviert. Diese wenden sie dann gern in spielbetonten Übungs-formen und handlungsorientierten Unterrichtsaktivitäten wie Interviews und kleinen Rollenspielen an. Von Anfang an war ich um Einsprachigkeit im Englischunterricht bemüht. Die Hörverstehens-kompetenz der Schüler ist somit größtenteils als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Die Schüler, denen die Einsprachigkeit Schwierigkeiten bereitet, können dem Englischunterricht überwiegend auch mit Hilfe meiner mimischen und gestischen Unterstützung gut folgen. Lediglich … und haben manchmal Schwierigkeiten, die englischsprachigen Aus-führungen zu verstehen. In diesem Fall bitte ich ihre Mitschüler, meine Aussagen auf Deutsch zu wiederholen. Die Schüler lernen das Schriftbild neu eingeführter Lexeme und Strukturen stets nach gefestigtem Wortlaut mit, wodurch ihnen auch das ‘Lesen’ einzelner Worte wenige Schwierigkeiten bereitet. Einige Schüler/innen zeigen noch Hemmungen im produktiven Bereich. Sie äußern sich beim Chorsprechen, sprechen aber sehr selten allein vor der Klasse. Die meisten Schüler haben keinerlei Berührungsängste mit der englischen Sprache. Einige Schüler haben bereits im Kindergarten ein wenig Englisch (z.B. Farben, Zahlen, Tiere) gelernt und können so z.T. ihr Vorwissen in den Unterricht einbringen. … und….wiederholen die dritte Klasse, wodurch ihnen einige der Inhalte des Englischunterrichts schon bekannt sind. Sie zeigen sich allerdings nicht gelangweilt oder unterfordert, sondern wiederholen und vervollständigen ihr bisheriges Wissen motiviert. Ein Schüler stottert recht stark. Er war in der ersten und zweiten Klasse Schüler der Sprachheilklasse. Das Fach Englisch bereitet ihm somit besondere Schwierigkeiten beim Sprechen. Höraufgaben versteht er mühelos…. war Schüler der Sprachheilklasse. Er trägt im rechten Ohr ein Hörgerät. Durch sein leicht eingeschränktes Hörvermögen nimmt er zum Teil Lexeme und Strukturen verfälscht wahr und produziert sie folglich fehlerhaft. Auch er zeigt sich deshalb gehemmt im produktiven Bereich. Florian hat Anspruch auf eine Förderstunde pro Woche. In dieser Stunde lernt er die im Unterricht behandelten Lexeme und Strukturen mit Hilfe eines Vokabelheftes, das zu jedem Lexem ein Bild, das englische Schriftbild, die lautgetreue und die deutsche Übersetzung des Wortes beinhaltet. Fachspezifische Lernausgangslage: Neben dem Frontalunterricht sind die Schüler auch mit offenen Arbeitsformen und verschiedenen Sozialformen vertraut, so dass Interviews, Lernen an Stationen, Rollenspiele und Gruppen-arbeitsaufgaben ohne Probleme durchgeführt werden können. Rituale, wie das Begrüßungs- und Verabschiedungslied sind in der Klasse eingeführt und bei den Schülern sehr beliebt. Neben der Arbeit mit dem an der Schule eingeführten Lehrwerk (Playway) sind den Schülern TPR-Übungen, kleine Rollenspiele, Chorsprechen, Singen und verschiedene Spiele bekannt. Das Storytelling kennen die Schüler bereits. Einige kurze Geschichten wurden im Laufe des Schuljahres behandelt. Der grobe Ablauf des Storytellingunterichts ist ihnen somit vertraut. Auch können sie gut mit der Tatsache umgehen, nicht jedes Wort der Geschichte zu verstehen, sondern den Gesamt-zusammenhang zu erfassen. Eine längere Beschäftigung mit einem Buch und das Erarbeiten eines Theaterstücks sind neu für sie. Jedoch haben sie in den vergangenen Schuljahren bereits motiviert mehrere Theaterstücke im Fach Deutsch erarbeitet, was vermuten lässt, dass sie auch im Fach Englisch mit viel Freude am Theaterstück arbeiten. 3.2, THEMENRELEVANTE SACHVERHALTE DER UNTERRICHTSEINHEIT: Im Folgenden werde ich den Inhalt und Aufbau sowie die Illustrationen des Buches ‘The smartest giant in town’ untersuchen und prüfen, ob sich diese Aspekte auf die unter 2.2.2 angegebenen Kriterien zur Auswahl von Geschichten für das Storytelling beziehen lassen. Im Anschluss daran wird unter 3.2.3 erläutert, welche Lexeme und Strukturen die Schüler durch den Einsatz dieses Buches im Laufe der Einheit lernen sollen. Auch zeige ich auf, inwiefern und aus welchen Gründen ich die Originalfassung des Buches für das Storytelling und für den Theatertext adaptiere. Dabei beziehe ich mich auf meine Ausführungen unter Punkt 2.2.3. 3.2.1, INHALT UND AUFBAU DES BUCHES: Das Buch ‘The smartest giant in town’ von Julia Donaldson und Axel Scheffler (2003) handelt von George, einem Riesen, der sehr hilfsbereit ist. George ist am Anfang des Buches mit einem alten Lumpensack und alten Sandalen bekleidet und ist darüber unglücklich. Er entdeckt einen Laden, der vornehme Kleidung für Riesen verkauft. Er kleidet sich also neu ein und macht sich auf den Weg nachhause. Auf diesem Weg begegnet George verschiedenen Tieren, denen er helfen kann, indem er ihnen je eines seiner Kleidungsstücke gibt. Die Giraffe hat einen kalten Hals und braucht einen Schal. George gibt ihr seine Krawatte. Der Ziege fehlt ein Segel für ihr Boot, George gibt ihr sein Hemd. Den Mäusen ist das Haus abgebrannt. George gibt ihnen einen seiner Schuhe. Der Fuchs hat seinen Schlafsack in eine Pfütze fallen lassen. George gibt ihm eine Socke als Bett. Ein Hund muss einen Tümpel überqueren und bleibt dabei im Matsch stecken. Als Brücke stellt George seinen Gürtel zur Verfügung. Auf dem weiteren Weg nachhause verliert der Riese seine Hose durch einen Windstoß. Er ist wieder unglücklich und läuft zurück zum Shop um sich neu einzukleiden. Dieser ist allerdings geschlossen. Glücklicherweise findet er seinen alten Lumpen-sack und seine Sandalen wieder, zieht sie an und kommt glücklich zuhause an. Vor seiner Haustür warten alle Tiere, denen er geholfen hat bereits und überreichen ihm eine Papierkrone und ein Gedicht, in dem sie ihn letztendlich als ‘The kindest giant in town’ bezeichnen. Wie in der Ausführung zum Inhalt deutlich wird, lassen sich aus der Geschichte mehrere Szenen erkennen, was für das spätere Theaterstück relevant ist: 1. George in der Stadt: Einkaufen im Shop. 2. George trifft die Giraffe. 3. George trifft die Ziege. 4. George trifft die Mäuse. 5. George trifft den Fuchs. 6. George trifft den Hund. 7. George zurück in der Stadt: Der Shop ist geschlossen Die alte Bekleidung wird angezogen. 8. Zusammentreffen mit allen Tieren vor Georges Haustür. Dieser lineare Aufbau, der aus unterschiedlichen Szenen besteht, entspricht den Anforderungen für ein unterrichtliches Vorhaben, das Storytelling beinhaltet. 3.2.2, ZUR BUCHILLUSTRATION: Das Buch verfügt über zahlreiche, große und anschauliche Bilder. Sie stimmen mit dem Text überein und unterstützen so das Verstehen der Schüler. Die Bilder sind jeweils groß genug, um von allen Schülern gesehen zu werden. Außerdem zeigen sie Gefühlslagen der Protagonisten genau und machen den Handlungsablauf deutlich. Die Schüler können sehen, wann George die einzelnen Kleidungsstücke auszieht oder was den Tieren passiert ist). So sollte es im Verlauf der Einheit möglich sein, die Schüler in den Erzählprozess einzubeziehen und die Illustration so zu einem interaktiven Medium zu machen, indem sie beispielsweise passend zum Erzählten auf geeignete Bilder zeigen. Die Illustrationen sind farblich sehr ansprechend und altersgemäß gestaltet. Auch die Buchillustration entspricht somit den unter 2.2.2 erörterten Kriterien.

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