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- Die Sicherheit der Bevölkerung im ländlichen Raum. Die präventive Sicherheitsstruktur der Polizei in Landkreisen
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Verlag:
Diplomica Verlag
Imprint der Bedey & Thoms Media GmbH
Hermannstal 119 k, D-22119 Hamburg
E-Mail: info@diplomica.de
Erscheinungsdatum: 08.2026
AuflagenNr.: 1
Seiten: 48
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback
Die derzeitige politische und soziale Lage in der Welt wird aktuell von den Staatsführern vieler Länder bei ihren Reden mit den Worten der globalen Unsicherheit beschrieben. Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen sowie die Zunahme von antidemokratischen Bestrebungen wirken auf die Menschen beunruhigend. Das Verhalten der Großmächte USA, Russland und China zur Aufteilung der Welt in Hemisphären mit aggressiven Mitteln beeinträchtigt die Lebensqualität auch in Europa. Aktuelle Umfragen in der Bevölkerung nach ihren Sorgen benennen als Teil der 5 Top-Themen die innere und äußere Sicherheit. Die Themennennung Innere Sicherheit betrifft die Sorgen der Bevölkerung ganz direkt innerhalb ihres täglichen Lebens an ihren Lebensmittelpunkten, in ihren Wohnbereichen. Der Buchautor nähert sich der Thematik im Hinblick auf realisierbare wissenschaftlich fundierte Verbesserungen des subjektiven Sicherheitsgefühls durch staatliche Akteure im speziellen der Polizei anhand von einer Studie zum ländlichen Bereich.
Textprobe: 1.1 Gesellschaftliche Relevanz des subjektiven Sicherheitsgefühls Die derzeitige politische und soziale Lage in der Welt wird aktuell von den Staatsführern vieler Länder bei ihren Reden mit den Worten der globalen Unsicherheit beschrieben. Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen sowie die Zunahme von antidemokratischen Bestrebungen wirken auf die Menschen beunruhigend. Das Verhalten der Großmächte USA, Russland und China zur Aufteilung der Welt in Hemisphären mit aggressiven Mitteln beeinträchtigt die Lebensqualität auch in Europa. In Deutschland sind die bestimmenden nationalen Gesellschaftsthemen die Situationen nach den Bundestagswahlen sowie das negative wirtschaftliche Umfeld und die persönliche Sicherheit. Aktuelle Umfragen in der Bevölkerung nach ihren Sorgen benennen als Teil der 5 Top-Themen die innere und äußere Sicherheit. Die Benennung der Sorgen durch die Bevölkerung beruhen auch auf in den Medien gesetzten Schwerpunkten. Dabei spielen auch die Sozial Plattformen wie X , Instagram oder TikTok immer wichtigere Rollen. Beispielhaft sei hier die aktuelle Migrationsdebatte mit allen ihren Facetten (Zurückweisung der illegalen Einwanderer an der Grenze und die Integration der oft traumatisierten Bürgerkriegsflüchtlinge) genannt. Die Themennennung Innere Sicherheit betrifft die Sorgen der Bevölkerung ganz direkt innerhalb ihres täglichen Lebens an ihren Lebensmittelpunkten, in ihren Wohnbereichen. 1.2 Bedeutung der Sicherheitsaspekte im täglichen Leben Die Fragen nach dem Wohnort oder den sozialen Lebensumständen sind die primär zu klärenden Probleme der Menschen in ihrem Alltag. Wohnen: Mehr als nur ein Dach über dem Kopf Wohnen zählt zu den existenziellen Grundbedürfnissen des Menschen. Gleichzeitig ist es eines der drängendsten gesellschaftspolitischen Themen unserer Zeit, denn die Wohnsituation hat direkten Einfluss auf die Lebensqualität der Bürger:innen in Deutschland.2 Die geographische Struktur Deutschlands bei der Fläche mit 91 Prozent und bei der Bevölkerung mit 57 Prozent wird durch ländliche Regionen mit ihren Siedlungen und Kulturlandschaften geprägt. Der Wunsch der Bevölkerung in einem sicheren Wohnumfeld zu wohnen, nimmt einen hohen Stellenwert bei der Lebensqualität ein. Selbst weite Anfahrtswege zur Arbeit oder zu Einkaufsmöglichkeiten und zu den Sekundarschulen werden in Kauf genommen, wenn die subjektive Sicherheit im Wohnbereich hoch zu sein scheint. Diese Auffassung wird über alle aktuellen Studien dazu und auch in der Öffentlichkeit als anzustrebender Zustand angesehen. Die Kriminalitätsfurcht der Bevölkerung ist ein subjektives Sicherheitsgefühl und sollte in Bezug auf das individuelle Lebensumfeld in der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung hinreichend erforscht werden. Im Vergleich der Bundesländer nimmt NRW den ersten Platz bei der Bevölkerungszahl mit mehr als 18 Millionen und den vierten Platz bei der Fläche von rund 34.100 km² ein. Von den 396 politisch selbstständigen Gemeinden in NRW sind 100 Städte mit mehr als 40.000 Einwohner, 5 Städte haben über 500.000, 8 weitere Städte über 250.000 Einwohner. Im Gegensatz dazu stehen die ländlichen Räume, abseits der großen Metropolen. Sie sind die flächenmäßig bedeutendsten Regionen in Nordrhein-Westfalen und erstrecken sich über zwei Drittel der Landesfläche mit Lebens- und Wohnraum für etwa 9 Millionen Menschen. Diese Diskrepanz der Lebensräume dokumentiert durch die Land und Stadt-Demographie prädestiniert NRW zu einem Musterland für Untersuchungen der unterschiedlichen Interessenlagen bei der dort wohnenden Bevölkerung speziell im im Hinblick auf den ländlichen Raum. 1.3 Darstellung des behandelten Themas Es stellt sich für mich, unter der Relevanz des Themas der subjektiven Sicherheit, die hier zu untersuchende Fragestellung: Wird die Bevölkerung im ländlichen Raum in NRW von der für Sicherheit primär zuständigen Landespolizei ausreichend einbezogen und existieren Handlungsoptionen zur Stärkung der subjektiven Sicherheit? Die Beantwortung der gestellten Frage führt zu einem vorhandenen Gegensatz zwischen dem subjektivem Sicherheitsgefühl, der Kriminalitätsfurcht, und dem objektiven Sicherheitsrisiko mit den bekanntgewordenen Straftaten. Das letztere bezieht sich auf messbare Daten und Statistiken zur Kriminalität, während das subjektive Sicherheitsgefühl ein individuelles, gefühltes Empfinden ist Die objektiven Kriminalitätszahlen sind eindeutig und rückläufig. Sie lassen sich gut erheben und erlauben somit nach der Diagnose der relevanten Kriminalität auch eine zielgerichtete Therapie zur Eindämmung mit den rechtlichen und umsetzbaren vorhandenen Mitteln des Staates. Sowohl beim Sicherheitsgefühl wie auch bei der tatsächlichen Kriminalität lassen sich Dunkel- und Hellfeld unterscheiden. Unter Hellfeld bei der tatsächlichen Kriminalität versteht man die der Polizei bekannt gewordenen Fälle von Straftaten einschließlich der strafbewehrten Versuche. Das sogenannte Dunkelfeld ist der Polizei nicht bekannt gewordene Kriminalität. Änderungen im Anzeigeverhalten der Bürgerinnen und Bürger, in der Verfolgungsintensität der Polizei oder in der polizeilichen Schwerpunktsetzung können die Grenze zwischen dem Hell- und dem Dunkelfeld verschieben. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich der Umfang der tatsächlichen Kriminalität verändert hat. Beim Hellfeld sind in beiden Bereichen Zahlen und Aussagen zu erkannten Problemen untersucht worden. Das Dunkelfeld in der Kriminalitätserkennung wird im wesentlichen durch Überwachung der sogenannten Kontrolldelikte wie z.B. Rauschgiftkontrollen durch Polizei und Zoll oder Fahrgastkontrollen im ÖPNV zur Verhinderung des Schwarzfahrens verfolgt und wissenschaftlich aufbereitet. Die Dunkelfelderfassung beim subjektiven Sicherheitsgefühl dagegen ist ein komplexeres Thema, das von individuellen Erfahrungen, sozialen Beziehungen und der allgemeinen Lebenssituation abhängt. Eine wissenschaftliche Lücke bei der Erkenntnisgewinnung zum Sicherheitsgefühl sind die diffusen Erwartungshaltungen der Bevölkerung außerhalb von öffentlichen Äußerungen. Wahrnehmbar sind diese dann vor allem bei Gesprächen im privaten Umfeld, den Vereinen oder bei ehrenamtlichen Tätigkeiten. Die Schwierigkeiten hier Einblicke zu gewinnen, darf nicht davon abhalten sich mit dem Phänomen zu befassen. Speziell im ländlichen Raum ist im Jahresvergleich 2023 auf 2024 eine negative Entwicklung gegenüber dem städtischen Raum festzustellen. (ABUS Studie zu Auseinanderdriften des Sicherheitsgefühls zwischen Stadt und Vorstadt/Land um bis zu 9 % der Befragten). Um das Dunkelfeld bei den Sorgen der Bevölkerung zu diesem Themenbereich zu erhellen, muss man sich mit der o.g. Problematik beschäftigen. Der geographische Bezug Nachhaltigkeit Die Beschäftigung unter geographischen Gesichtspunkten hat seine Berechtigung in der Nachhaltigkeit, die einen wesentlicher Bereich der Humangeographie darstellt. Die Schlüsselrolle bei der Analyse und Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten liegen in der Raumplanung, dem Ressourcenmanagement und der Analyse von Mensch-Umwelt-Beziehungen. Dabei kommt es hier in verschiedenen Dimensionen sowohl sozial, ökonomisch und ökologisch auf eine Strategie der polizeilichen Präventionsarbeit an. Ökologische Dimension: Unnötige Anfahrtswege für Anzeigenerstattungen oder zur Einsatzbewältigung stehen dem Schutz und der Erhaltung natürlicher Ressourcen, wie Boden, Wasser, Flora und Fauna, entgegen. Soziale Dimension: Die Beachtung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bevölkerung durch die staatlichen Organe dient der sozialer Gerechtigkeit im Stadt-Landgefüge und schafft Lebensqualität für alle und damit die Förderung von Teilhabe. Ökonomische Dimension: Effiziente und effektive Organisationssystemen bei der Polizei, die umwelt- und sozialverträglich sind, bedeuten langfristige Ausrichtung auf Nachhaltigkeit. Die weiteren Ausführungen dazu finden sich im Kapitel 6.2 detaillierter wieder.
Michael Krüth, Polizeihauptkommissar (A12) im Ruhestand, wurde 1959 in Solingen geboren. Sein Studium der Verwaltungswissenschaften, Fachbereich Polizei,an der Fachhochschule Wuppertal schloss der Autor im Jahre 1997 mit dem akademischen Grad des Diplom-Verwaltungswirt (FH) erfolgreich ab. Bereits vor diesem Studium sammelte der Autor seit 1976 umfassende praktische Erfahrungen in der Landespolizei NRW sowie theoretische Kenntnisse zu Wirtschaftswissenschaften und Erziehungs- und Sozialwissenschaften an der Fernuniversität Hagen. Motiviert durch Übernahme von Führungsfunktionen im gehobenen Dienst der Polizei in einem breiten Arbeitsspektrum in verschiedenen räumlichen Bereichen suchte der Autor nach Möglichkeiten subjektives Sicherheitsgefühl und staatliches Engagement zu optimieren. Im Rahmen des Studiums für Ältere an der Bergischen Universität Wuppertal entwickelte sich im Rahmen der abschließenden Zertifikatsarbeit innerhalb des Fachbereichs Kriminalgeographie mit dem betreuenden Professor das Thema dieses Buches.
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