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Ernährung


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Produktart: Buch
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: 06.2013
AuflagenNr.: 1
Seiten: 88
Abb.: 10
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Grüner Tee hat einen besonderen Rang unter den Teesorten erreicht und avancierte in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Gesundheitsgetränk . Regelmäßiger Genuss dieses Tees soll vor Krebs schützen, kardioprotektiv, antiviral, antibakteriell, antioxidativ, neuroprotektiv und cholesterinsenkend wirken, zur Gewichtsreduktion beitragen und antidiabetische Eigenschaften aufweisen. Gerade in der heutigen Zeit, in der ernährungsassoziierte Erkrankungen einem enormen Anstieg unterliegen, ist das Verlangen nach einem gesundheitlichem Alleskönner groß. Seit geraumer Zeit gehört der Diabetes mellitus Typ-2 zu den global meistverbreiteten ernährungsbedingten Erkrankungen. Expertengruppen sprechen bereits von einer Diabetes-Epidemie . Insbesondere die Inzidenz des Diabetes Typ-2 steigt an. Auf Basis des aktuellen Forschungsstands untersucht die vorliegende Studie den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Grünteepolyphenolen und Diabetes mellitus Typ-2. Ziel ist es, herauszufinden, welchen Einfluss Grünteepolyphenole auf die Entstehung und den Verlauf der Erkrankung nehmen können.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 2, Grüner Tee: Die meisten Konsumenten unterscheiden Tee nach seinem Geschmack und der Färbung des fertigen Getränks. Viele Verbraucher wissen nicht, dass Schwarzer und Grüner Tee von der gleichen Ausgangspflanze gewonnen werden und sich die optischen und sensorischen Unterschiede, jedenfalls soweit es um die Unterscheidung Schwarz-/Grüner Tee geht, erst durch die Verarbeitung nach der Ernte herausbilden. Hierzu darf allgemein auf Ebermann & Elmadfa (2010, S. 509) verwiesen werden. Es folgt ein Überblick über die Geschichte der Teepflanze. Nachfolgend werden die Besonderheiten des Grünen Tees dargestellt. Den Abschluss bildet eine Übersicht über die derzeit diskutierten gesundheitlichen Wirkungen von Grünem Tee. 2.1, Geschichte: Die Geschichte des Tees gleicht einem umfangreichen Komplex von vielen, teils mindestens mythologisch eingefärbten Einzelgeschichten und erstreckt sich über Jahrtausende. Beispielhaft dafür schildert Andreas Sprecher von Bernegg (1936, S. 1) eine buddhistische Teelegende. Dieser Geschichte zufolge erwuchs die Teepflanze aus den abgeschnittenen Augenlidern eines frommen Mönchs. Diesem seien einst seine Augen während der Meditation zugefallen und als Zeichen der Selbstverachtung schnitt sich der Mönch die Augenlider ab und warf sie zu Boden. Daraufhin trieben die Augenlider Wurzeln und es erwuchs ein Gesträuch, dessen Blätter einen anregenden Aufguss spendeten. In Erinnerung daran steht noch heute das japanische Schriftzeichen ‘Cha’ ??? (Tee) für die Bezeichnung ‘Augenlid’. Erste geschichtlich belegte Hinweise einer Nutzung der Teepflanze als Heilmittel werden laut Opplinger (2010, S. 18) im Jahre 2700 v. Chr. vermutet. Ebenfalls als historisch erwiesen gilt, dass der landwirtschaftliche Teeanbau bereits in der Han-Periode (202 v. Chr. - 1 n. Chr.) in Sichuan (Südwestchina) betrieben wurde. Lange-Ernst pointieren die damalige Bedeutsamkeit des Tees: ‘Mit der Etablierung des Buddhismus in China und Tibet bis zum 6.Jh. n. Chr. hatte der Grüne Tee den Rang eines typischen Volksgetränkes erreicht.’ (Lange-Ernst & Ernst, 1998, S. 8). Das Interesse der Bevölkerung am Teekonsum, förderte die kaufmännischen Beziehungen zwischen Russland und China. Erst rund vierzig Jahre später, im Jahre 1654 erreichten die ersten Teesendungen England und Amerika. Mit der Ausdehnung des Teehandels wuchs zunehmend das politische Interesse an den jeweiligen Handelsbeziehungen sowie Markt- als auch Vertriebsrechten. Die British East India Company erhielt 1667 das Monopol für den Teehandel (Schwedt, 2009, S. 157 & Karrer, 1999, S. 10). Gleichzeitig belegte die britische Regierung den Tee mit immer höheren Steuern, was im seinerzeit teetrinkenden Nordamerika- den Protest gegen die britische Oberherrschaft förderte. Aus diesem Protest entstand 1773 die berühmte ‘Boston Tea Party’ (Krieger, 2009, S. 136). Durch die Umwälzungen wurde eine Preissenkung für Tee erreicht, sodass der Tee nun nach den anfänglich hohen Preisen auch der mittelständischen Bevölkerung zugänglich war. Aufgrund dessen kam es besonders in England zu einer erhöhten Nachfrage nach dem beliebten Getränk. Allein um das Jahr 1800 soll es über 500 ‘Tea Houses’ gegeben haben, welche die Teekultur Englands wesentlich prägten (Oppliger, 2010, S. 22 sowie Lange-Ernst & Ernst, 1998, S.10). Zwar war im 17. und 18 Jhdt. immer noch China das Haupterzeugerland des international gehandelten Tees, doch der ‘Teerausch’ in England veranlasste die Briten, selbst in ihren Kolonien Indien und Ceylon Tee anbauen zu lassen (Lange-Ernst & Ernst, 1998, S.10). Zu Beginn des 19. und 20. Jahrhunderts dehnte sich der Anbau auf weitere Länder, wie Russland oder Indonesien, sowie auf weitere Teile Asiens, Afrikas und Südamerikas aus. (Oppliger, 2010, S. 24). Teufl (1998, S. 9) berichtet, dass die Verbreitung von Schwarzem Tee erst zu Anfang des 19. Jhdt. an Bedeutung gewann. Dieser Autor subsumiert: ‘Grüner Tee ist der älteste Tee der Welt. Er war das Ergebnis von vielen chinesischen Experimenten mit der Teeverarbeitung’ (Teufl 1998, S. 9). 2.2, Die Botanik der Teepflanze: Trotz der hohen Beliebtheit und großen Nachfrage erhielt die Teepflanze erstmals im Jahre 1753 durch Carl von Linné als ‘Thea sinensis’ eine wissenschaftliche Bezeichnung. Eine genauere botanische Klassifikation wurde der Pflanze durch den deutschen Botaniker Carl Ernst Otto Kuntze zuteil, der sie 1887 in die Gattung Camellia eingeordnet hatte. Seither lautet die botanische Bezeichnung der Teepflanze ‘Camellia sinensis (L.) O. Kuntze’. Ihrem Ursprung entsprechend wird die Teepflanze der Familie der Baumgewächse, konkreter, der Teestrauchgewächse (Theaceae) zugeordnet (Gottesleben, 2011, S.14). Die Urpflanze ‘Camellia sinensis’ wird in zwei Varietäten unterschieden: ‘var.sinensis’ (oder auch chinesischer Tee genannt) und var.assamica (auch Assam- Tee genannt). Die Varietät assamica unterscheidet sich von der anderen Varietät durch ihre größeren Blätter wie auch eine höhere Ertragsleistung. Die Varietät sinensis ist dagegen weniger empfindlich und ist durch eher kleinere und härtere Blätter charakterisiert (Böttger, 2010, S. 311, 312). Ohne Kulturmaßnahmen erreicht die immergrüne Pflanze eine Höhe von 6-10 m (var.sinensis), bzw. bis zu 20 m (var.assamica).

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