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International

Andreas Fischer

Der Einfluss von Better Place auf die Entwicklung der Automobilindustrie

Eine Fallstudie

ISBN: 978-3-8428-5736-0

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Produktart: Buch
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: 04.2011
AuflagenNr.: 1
Seiten: 70
Abb.: 11
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Die Automobilindustrie hat den Trend hin zur Elektromobilität erkannt und immer mehr Hersteller nehmen entsprechende Modelle in ihr Produktprogramm auf oder stellen entsprechende Studien vor, welche in den kommenden Jahren realisiert werden sollen. Das kalifornische Start-Up Better Place erhielt seit seiner Gründung im Dezember 2007 viel Aufmerksamkeit in der internationalen Presse und die Vision des Gründers Shai Agassi von umfassender nachhaltiger Mobilität findet großen Anklang. Sich selbst bezeichnet Better Place als führenden Anbieter von Infrastrukturlösungen für Elektrofahrzeuge, und mit Renault-Nissan konnte ein großer Automobilkonzern als Partner zur Kooperation bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen gewonnen werden. Den Einfluss, den Better Place seitdem auf die Entwicklung auf die Automobilindustrie hat, ist nicht minder bemerkenswert. So wird Renault einer der ersten Automobilhersteller sein, der im Jahr 2011 ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug in Großserie auf den Markt bringen wird. Auch neue Arten der Kooperationen und die Betrachtung von nachhaltiger Mobilität als Gesamtpaket aus Fahrzeugen und Stromerzeugern haben in dieser kurzen Zeit zu einem Wandel im Bewusstsein der Automobilindustrie geführt. Inwieweit ist Better Place die treibende Kraft in der Entwicklung hin zum Elektroauto und in welchen Bereichen lässt sich ein Einfluss von Better Place nachweisen? Für die Untersuchungen in diesem Buch wurden die Bereiche Fahrzeugentwicklung, Kooperationen und Projekte sowie die Entwicklung der Akkumulatoren untersucht und in Form einer Case-Study aufbereitet. Die zum Teil überraschenden Ergebnisse zeigen, welche Macht neue Player wie Better Place in nur kurzer Zeit erreichen können, wenn sie ihre Ziel so beharrlich und nachhaltig verfolgen und ihre Innovationen bestehende Märkte revolutionieren können.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 2.3.2, Kooperationen und Projekte: Mit dem Trend zur Elektromobilität werden für alle Marktteilnehmer die Karten neu gemischt. Wer kann am schnellsten auf die Veränderungen reagieren? Wer vermag seine Technik so zu vermarkten, dass auch nachhaltig Erfolge für das Unternehmen daraus resultieren? Es bieten sich in diesem technologischen Umbruch auch Möglichkeiten für Marktakteure, die mit dem Thema Automobil noch wenig oder gar nicht in Berührung kamen. So werden für die Elektrofahrzeuge neue elektrische Motoren benötigt, auch neue Materialien finden Verwendung, die die Autos leichter machen sollen, um so die Reichweite der Akkus zu erhöhen. Auch im Bereich der Akkus drängen nun neue Unternehmen in die Automobilindustrie, in der sie in Zukunft durch die zentrale Bedeutung der Akkus in den Elektroautos eine starke Stellung haben werden. Auch für die Stromversorgung und die Infrastruktur treten Stromkonzerne und Unternehmen wie Better Place in den Markt ein und bringen so eine neue Dynamik in einen Markt, der lange Jahre schon aufgeteilt schien. Doch der technische Aufwand ist für alle beteiligten Unternehmen enorm, und so sind Kooperationen ein einfacher und produktiver Weg, die Entwicklung in allen Bereichen zu beschleunigen. Auch eine zunehmende Zusammenarbeit zwischen bisherigen Konkurrenten der Automobilbranche ist derzeit weltweit zu beobachten. Wie wichtig das Thema ‘Strategische Partnerschaft’ in der Automobilindustrie der Zukunft werden kann, testet derzeit auch Better Place in vielen Bereichen. Da Better Place die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge entwickeln und bereitstellen will, war die höchste Priorität für das Unternehmen, einen Partner zu finden, der die passenden Fahrzeuge hierzu entwickelt und in einer großen Stückzahl anbietet. Wie in Kapitel 3.1 bereits beschrieben, konnte das kalifornische Start-Up hier den französischen Automobilkonzern Renault gewinnen, der in einer Partnerschaft mit dem japanischen Hersteller Nissan die Elektrofahrzeuge entwickeln und ab dem Jahr 2011 auf den Markt bringen will. So konnte Better Place die wohl wichtigste Kooperation eingehen, um den Weg für eine elektromobile Zukunft zu ebnen. Das diese Zusammenarbeit nur ein Grundstein auf diesem Weg ist, zeigen auch die Pläne von Better Place in Israel. Hier werden die Kooperationen nicht isoliert betrachtet, sondern sind Teil des ganzheitlichen Ansatzes von Better Place, bei der Markterschließung nicht nur auf die eigene Infrasturktur sowie die Elektroautos des Partners Renault zu setzen, sondern darüber hinaus Stromerzeuger und lokale Partner zur Einführung der Fahrzeuge zu suchen und mit einzubinden. So wurden beispielsweise 92 ansässige Unternehmen mit Fuhrpark als Partner gewonnen, darunter auch namhafte Konzerne wie Computer Associates und Motorola, die sich verpflichten, einen Teil ihrer 45.000 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen. Mit Israel Malls, einer der führenden Shopping-Mall Unternehmensgruppen, wurde vereinbart, auf den Parkplätzen der 17 Shopping-Center Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu installieren. Zudem wurde auch mit Israel Railways ein weiterer großer Partner gewonnen, der Better Place erlaubt, an Bahnhöfen insgesamt 220 Ladestationen zu errichten. Somit kann eine hohe Verbreitung sichergestellt werden, ohne selbst Flächen zu kaufen und in direkte Konkurrenz zu den bestehenden Tankstellen zu treten. Dass es aber auch Möglichkeiten gibt, wie Elektroautos und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor nebeneinander existeren können, zeigt die Kooperation von Better Place und ‘Dor Alon’, einem der führenden Tankstellenbetreiber in Israel. Dieser erlaubt Better Place Batteriewechselstationen bei an diesen Tankstellen zu errichten, womit Better Place auch hier bestehende Infrastrukturlösungen nutzt, um die eigene Infrastruktur aufzubauen und zu etablieren. Diese Beispiele zeigen den Ansatz, den Better Place bei seinen Expansionsplänen verfolgt. Sowohl die Infrastruktur als auch die Verbreitung der Elektroautos sollen in bestehende Strukturen ergänzt werden, um die Elektromobilität als weiteren Standard zu etablieren. Ein weiteres großes Projekt von Better Place wurde im April 2010 in Tokyo vorgestellt. Hier wurde mit Nihon Kotsu, dem größten Taxibetreiber der Stadt, ein Pilotprojekt gestartet, bei dem elektrisch betriebene Taxis für 90 Tage im Dauerbetrieb getestet werden. Better Place stellt hierfür Batteriewechselstationen bereit, an denen die Taxis einfach und schnell ihre Akkus wechseln können sobald diese leer sind. Da in Tokyo im besonderen Maße die Taxis für hohe CO2-Emissionen verantwortlich sind, insgesamt für 20% der gesamten Emissionen, bietet sich hier eine großes Einsparpotenzial und ein großes Geschäftsfeld für Better Place an. Zudem ist auch eine zeitnahe Umsetzung der Modellprojekte denkbar, denn durch die Standzeiten der Taxis spielt hier die Reichweite der Akkus eine weniger große Rolle als beispielsweise bei privaten PKW. In Australien schloss Better Place auf einem weiteren Feld eine Kooperation. Mit dem Energieanbieter AGL Energy wurde ein Liefervertrag vereinbart, der AGL verpflichtet, die notwendige erneuerbare Energie für den Betrieb von Elektrofahrzeugen bereitzustellen.

Über den Autor

Andreas Fischer wurde 1985 in Landau in der Pfalz geboren. Nach seinem Abitur an einem Wirtschaftsgymnasium entschloss er sich seine fachlichen Kenntnisse mit einem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim zu vertiefen, und schloss das Studium im Sommer 2010 mit dem Bachelor of Science ab. Seit Oktober 2010 studiert er an der gleichen Universität in einem Mastersudiengang Marketing und Management, welchen er voraussichtlich im Jahr 2012 abschließen wird. Bereits während des Studiums beschäftigte sich der Autor mit umweltbezogenen Fragestellungen der Betriebswirtschaft, vorrangig aus den Bereichen automobile Zukunft und nachhaltige Mobilität, insbesondere der Elektromobilität. Aus diesem Interesse heraus entstand die Idee, sich weitergehend mit der Elektromobilität zu beschäftigen, im speziellen mit dem Unternehmen Better Place und den Auswirkungen auf die Automobilindustrie.

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