Suche

» erweiterte Suche » Sitemap

Sozialwissenschaften


» Bild vergrößern
» Blick ins Buch
» weitere Bücher zum Thema


» Buch empfehlen
» Buch bewerten
Produktart: Buch
Verlag: Bachelor + Master Publishing
Erscheinungsdatum: 02.2013
AuflagenNr.: 1
Seiten: 54
Abb.: 20
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Seit seinem Start im Jahre 2006 gewann der Microblogging-Dienst Twitter stetig an Bedeutung. Bereits jetzt, nur wenige Jahre nachdem die ersten Nachrichten in Twitter verschickt wurden, hat es sich als nützliches Tool für Unternehmen etabliert um mit Kunden in Kontakt zu treten. Daneben erwies es sich auch für normale Nutzer als günstig, um mit Gleichgesinnten über die verschiedensten Thematiken zu diskutieren und sich über die gemeinsamen Interessen auszutauschen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die unterschiedlichsten communities of practice in Twitter gebildet habe, die die Plattform nutzen, um sich innerhalb der jeweiligen Gemeinschaft auszutauschen. Anfänglich als allgemeine Netzwerkanalyse informeller communities of practice zur Softwareentwicklung in Twitter gedacht, hat sich die Zielsetzung und somit auch die Problemstellung dieser Studie geändert, nachdem die über Twitter verschickten Nachrichten zur Softwareentwicklung einer ersten Analyse unterzogen wurden. Anhand dieser Analyse wurde deutlich, dass der Großteil der Nachrichten in Twitter, die sich thematisch mit Softwareentwicklung beschäftigen, Stellenangebote von Unternehmen sind. Im weiteren Verlauf werden diese Nachrichten Job-Tweets genannt. Die Frage, die sich bei der Betrachtung dieser Tatsache stellt ist, wieso Unternehmen ihre Mitarbeiter über Twitter rekrutieren. Welche Vorteile bringt diese unkonventionelle Vorgehensweise mit sich und wie effizient ist sie? Da Twitter immer mehr zu einem wichtigen Informationsnetzwerk avanciert, ist diese Taktik der Unternehmen eine genauere Betrachtung wert. Sie zeigt auf, wie ein Dienst wie Twitter professionell von Unternehmen für die verschiedensten Zwecke genutzt werden kann. In diesem Buch wird die Effizienz von Stellenangeboten im Bereich der Softwareentwicklung, die über die Plattform Twitter geschaltet werden, analysiert. Die Vorgehensweise und die Vorteile der Unternehmen werden erläutert. Reicht es, nur die Informationen über die angebotene Arbeitsstelle zu kommunizieren, oder wird eine Art Kommunikationsmechanismus benötigt? Welche Nutzergruppe reagiert auf die in Twitter geschalteten Stellenangebote? Lassen sich diese Nutzergruppen in bestimmter Weise gruppieren? Des Weiteren wird untersucht, wie erfolgreich die Veröffentlichung von Stellenangeboten in Twitter ist.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 4., Alternative Vorgehensweisen zur Steigerung der Effizienz: In den vorherigen Kapiteln wurden die verschiedenen Vorgehensweisen der Unternehmen bei der Veröffentlichung von Job-Tweets kennengelernt und deren Effizienz analysiert. Dabei lässt sich berechtigterweise die Frage stellen, ob es nicht alternative Vorgehensweisen gibt, die die Effizienz von Job-Tweets weiter erhöhen? Wie kann die Aufmerksamkeit von potenziellen Bewerbern stärker erregt werden? Wie kann es ein Unternehmen bewerkstelligen, dass sich die Anzahl von Bewerbern auf eine offene Stelle erhöht und wie lässt sich die Reichweite eines Job-Tweets und die Qualität der Bewerber steigern? An dieser Stelle werden drei Möglichkeiten einer alternativen Vorgehensweise vorgestellt, die alle drei dasselbe Ziel verfolgen: Die Steigerung der Effizienz von Job-Tweets. Eine Steigerung der Effizienz kann erzielt werden, indem zum einen die Reichweite der Job-Tweets, und somit auch die Bewerberzahl, und zum anderen die Anzahl qualifizierter Bewerber erhöht wird. Die erste hier vorgestellte Alternative zeigt weitere Vorgehensweisen, die die Reichweite eines Job-Tweets steigern, die zweite zielt darauf ab, qualifiziertere Bewerber zu gewinnen. In der dritten und letzten Alternative wird das AFBA-Modell verdeutlicht, welches von mir im Rahmen dieser Arbeit entwickelt wurde und dazu dient, den optimalen Job-Tweet zu erstellen. 4.1, Alternative Vorgehensweisen zur Steigerung der Reichweite: Im Verlauf dieser Arbeit wurden bereits einige Punkte genannt, die zur Erhöhung der Reichweite von Job-Tweets beitragen. Diese Punkte werden bereits von den Unternehmen angewandt. Hier werden nun einige weitere Vorgehensweisen vorgestellt, die bei der Maximierung der Reichweite helfen. Ein wichtiges Unterfangen, da die Anzahl Bewerber mit der Reichweite wächst. Eine vielversprechende Möglichkeit, viele Interessenten auf einmal zu erreichen, bieten die Hashtags. Dabei sollte zunächst untersucht werden, welche Hashtags vermehrt in Tweets vorkommen. Neben den bereits erwähnten Hashtags #job und #jobs, können weitere eingesetzt werden, die das Interesse am Unternehmen und am Stellenangebot steigern. Mögliche Hashtags wären beispielsweise #software oder auch #softwareentwicklung. Bei einem bekannten Unternehmen empfiehlt es sich, den Namen des Unternehmens als Hashtag einzusetzen. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Hashtags eingesetzt werden, da man immer noch an die Limitierung von 140 Zeichen pro Tweet gebunden ist und diese nicht leichtfertig verschwenden sollte. Eine weitere Maßnahme um Follower zu gewinnen und so die Reichweite der Job-Tweets zu erhöhen ist es, über aktuelle Geschehnisse zu twittern. Natürlich sollte dies über denselben Account passieren, über den auch die Job-Tweets veröffentlicht werden. Durch das Twittern über aktuelle Thematiken wird ein Nutzer attraktiv für andere Nutzer und mit der steigenden Attraktivität steigt die Anzahl der Follower. Die eigenen Follower sollten darüber hinaus durch gelegentliche Konversationen an das Unternehmen gebunden werden, um sie nicht zu verlieren. Vorteilhafter wäre es dabei, besonderen Wert auf die Follower zu legen, die selber eine große Anzahl an Follower haben. Diese Follower stellen das größte Potenzial zur Erhöhung der Reichweite der eigenen Tweets dar. Ein Retweet reicht, um die Reichweite eines Tweets massiv zu steigern. Dabei sollte nicht davor zurückgeschreckt werden, die eigenen Follower direkt anzuschreiben und sie zu bitten, die Job-Tweets zu retweeten. Außerdem werden durch Konversationen bzw. Diskussionen mit anderen Nutzern neue Follower gewonnen, da die Follower des Konversationspartners so auf einen selbst aufmerksam werden. Mit Hilfe der Jobbörsen, die über Twitter auf ihre Plattform aufmerksam machen wollen, lässt sich die Reichweite der Job-Tweets weiter steigern. Es ist sinnvoll eine Kooperation mit diesen Jobbörsen einzugehen, sodass der Job-Tweet von den Jobbörsen retweetet werden kann. Zusätzlich dazu kann das Stellenangebot noch auf der Plattform der jeweiligen Jobbörse eingestellt werden. Im Gegenzug dazu kann das Unternehmen seine Follower auf die Jobbörse aufmerksam machen, beispielsweise durch einen Retweet eines Tweets der Jobbörse oder durch eine simple Erwähnung dieser. Sollte es eine non-reziproke Kooperation sein, muss das Unternehmen sogar keine Gegenleistung erbringen. In diesem Fall wird alleine von den Jobbörsen eine Leistung erbracht. Aus einer reziproken Kooperation ziehen also beide Parteien ihre Vorteile. Die Unternehmen profitieren davon, dass die kooperierenden Jobbörsen die Reichweite der Job-Tweets steigern und das Stellenangebot auf ihrer Plattform einstellen, wohingegen die Jobbörsen davon profitieren, dass die Unternehmen ihre Follower auf die Jobbörse aufmerksam machen und so die Bekanntheit selbiger steigern. Solche Kooperationen können natürlich mit mehreren Jobbörsen eingegangen werden, wobei non-reziproke Kooperationen bevorzugt werden sollten, da die Glaubwürdigkeit des eigenen Unternehmens unter Umständen darunter leiden kann, wenn vermehrt auf unterschiedliche Jobbörsen verwiesen wird. Diese Vorgehensweise hat ihren Ursprung im Online-Marketing. Dort wird eine ähnliche Methode beim Linktausch verwendet, deren Ziel es ebenfalls ist, die eigene Aufmerksamkeit durch Kooperation mit anderen Unternehmen zu steigern. Dabei wird auf der Homepage des eigenen Unternehmens ein anderes, meist nicht auf derselben Wirtschaftsstufe agierendes Unternehmen beworben und vise versa. Um die Reichweite der Job-Tweets zu steigern und so die Anzahl der Bewerber zu fördern, sollte also darauf geachtet werden, die Interessenten nicht voreilig zu filtern. Die Angabe des Einsatzortes sollte umgangen werden, genauso wie die Angaben zu benötigten Qualifikationen und anderer Anforderungen. Ein simpler Tweet mit der Stellenbezeichnung, ein oder zwei geeigneter Hashtags und einem Link zum Bewerbungsportal genügt. Dabei sollte der Job-Tweet über einen Account versendet werden, über den auch aktuelle Geschehnisse kommentiert und Diskussionen mit den Followern geführt werden. Gleichzeitig sollte dabei ein besonderer Wert auf Follower gelegt werden, die selber eine große Anzahl Follower haben. Es sollte, wenn möglich, kein Account genutzt werden, über den ausschließlich Stellenangebote veröffentlicht werden. Dieser Account kann dann dafür verwendet werden, Kooperationen mit diversen Jobbörsen einzugehen, wobei non-reziproke Kooperationen immer bevorzugt werden sollten. Neben den bereits vorgestellten Vorgehensweisen der Unternehmen, bieten die hier gezeigten Methoden weitere Möglichkeiten, die Reichweite eines Job-Tweets zu erhöhen.

Über den Autor

Kerim Hajji wurde 1989 in Köln geboren. Sein Studium der Wirtschaftsinformatik an der Universität zu Köln schloss der Autor im Jahre 2011 mit dem akademischen Grad des Bachelor of Science erfolgreich ab. 2013 wird er seinen Master in Information Systems machen. Bereits während seines Studiums spezialisierte er sich auf Medienmanagement, Marketing sowie Knowledge Management und sammelte in Kooperation mit namenhaften Unternehmen praktische Erfahrungen in diesen Bereichen.

weitere Bücher zum Thema

Bewerten und kommentieren

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichenten Felder aus.


script>