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Informatik


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Produktart: Buch
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: 04.2015
AuflagenNr.: 1
Seiten: 108
Abb.: 27
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Wissen ist Macht. Dieses Zitat aus dem 16. Jahrhundert beweist auch heute noch – vielleicht mehr denn je – seine Gültigkeit. An Universitäten und Fachhochschulen bildet Wissen die zentrale Ressource. Die Wissensentwicklung durch die Forschung und die Wissensweitergabe durch die Lehre stellen zentrale Aufgabenbereiche von Hochschulen dar. Durch das Management von Wissen bieten sich viele Möglichkeiten, die auch an Hochschulen Prozesse der Wissensentwicklung, -verteilung, -speicherung und -strukturierung unterstützen können. Ziel dieser Arbeit ist es, konkrete Einsatzzwecke von Wissensmanagement an Hochschulen zu analysieren sowie einen Überblick über aktuelle Wissensmanagementwerkzeuge und deren Einsatz zu schaffen. Dazu werden der Wissensbegriff als auch Wissensmanagement im Kontext der IT-Unterstützung betrachtet.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 3.3, Informationstechnologie und Wissensmanagement: Konzepte der Informationstechnologie können die Umsetzung von Wissensmanagementsystemen bedeutend erleichtern (STUDER, ABECKER & DECKER 1999, 272). Im Hinblick auf die in Kapitel 5 erfolgende Darstellung von unterstützenden Werkzeugen und die Realisierung einer IT-gestützten Wissensmanagementlösung am Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik an der Universität Bamberg wird im Folgenden die informationstechnologische Perspektive auf das Wissensmanagement eingenommen. Zunächst wird die Rolle der Informatik im Wissensmanagement allgemein beschrieben. Anschließend wird die Unterstützung von Wissensmanagementsystemen durch IT in Bezug zu Modellen der Wirtschaftsinformatik und der Wissenstransferprozess skizziert. Zuletzt wird die Bedeutung der aktiven Partizipation personeller Aufgabenträger in gemeinschaftlichen Wissensmanagementlösungen aufgezeigt. 3.3.1, Die Rolle der Informatik im Wissensmanagement: Die Informatik betrachtet Wissensmanagement aus einer technischen Perspektive und konzentriert sich dabei in erster Linie auf explizites Wissen oder auf implizites, kodifizierbares Wissen. Vereinfacht ausgedrückt findet die IT entweder in Form des Datenmanagements oder der künstlichen Intelligenz Verwendung (LEHNER 2012, 172f.): Die klassische Rolle nimmt dabei das Datenmanagement ein. Dessen Ziel ist es, kodifiziertes Wissen in Form von Daten zu strukturieren und eine möglichst hohe Datenqualität im Hinblick auf tatsächliche und mögliche Problemstellungen herzustellen und zu sichern. Dazu soll eine möglichst umfassende, organisationsweite Datengrundlage verfügbar gemacht und gepflegt werden. Anknüpfenden Funktionalbereichen wie dem Informationsmanagement, dem Wissensmanagement im weiteren Sinne, dem Produktionsmanagement und administrativen Organisationsbereichen können somit die nötigen Ressourcen in Form von Daten bereitgestellt werden. Zu diesem Zweck kommen beispielsweise Werkzeuge zur Datenmodellierung und zum Data Mining, Data Warehouse Systeme oder Datenbankmanagementsysteme zum Einsatz (LEHNER 2012, 172-175). Lösungen der Informationstechnologie werden im Wissensmanagement auch durch die Verwendung von künstlicher Intelligenz genutzt. Abgesehen von Diskussionen um die Berechtigung des Intelligenzbegriffs bei maschinellen Aufgabenträgern (vgl. GÖRZ, SCHMID & WACHSMUTH 2014, 4) nimmt die KI einen hohen Stellenwert für das Wissensmanagement ein (LÄMMERT & CLEVE 2012, 26 & LEHNER 2014, 175). KI-Ansätze verfolgen das Ziel, menschliche Intelligenz zu verstehen und zu simulieren. Im Rahmen des Wissensmanagements dient die KI der Problemlösung durch Wissensrepräsentation und Wissensverarbeitung. KI kann aber auch dazu verwendet werden, Suchvorgänge effizienter zu gestalten, barrierefreie Nutzung zu ermöglichen und Informationen zu visualisieren. Dies kann in erster Linie durch Text Mining, Sprachumwandlung oder rationale Intelligenz (Logik, Problemlösefähigkeit, Problemlöseverfahren) erfolgen. Auch die Nachahmung menschlichen Handelns (bspw. Einsatz interagierender Roboter) oder visuelle Intelligenz (optische Erkennung von Mustern, wie etwa Iriserkennung) wird teilweise in das Wissensmanagement integriert (LÄMMERT & CLEVE 2012, 26 & LEHNER 2014, 176f.). Die Informationstechnologie leistet einen großen Beitrag bei der Ermöglichung organisationalen Wissensmanagements. Dem ist jedoch hinzuzufügen, dass es nicht unstrittig ist, maschinellen Aufgabenträgern Intelligenz zuzuschreiben. Der Mehrwert für das Wissensmanagement wird m.E. eher durch die Interaktion zwischen personellen und maschinellen Wissensträgern geschaffen (vgl. auch GÖRZ, SCHMID & WACHSMUTH 2014, 4).

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