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Pädagogik & Soziales

Ina Rothe

Adipositas von Kindern und Jugendlichen

Einfluss des sozioökonomischen Wandels in der Gesellschaft auf das Gesundheitsverhalten

ISBN: 978-3-8366-7579-6

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Produktart: Buch
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: 10.2009
AuflagenNr.: 1
Seiten: 78
Abb.: 6
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Im Verlauf der Untersuchung werden die verschiedenen Ursachen für Adipositas (Fettleibigkeit) dargestellt, die erklären können, weshalb es in den letzten Jahren zu einer Zunahme dieser Krankheit gekommen ist. Hierbei liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf den soziokulturellen Aspekten. Durch den Welthandel und der Industrialisierung kam es zu einer Veränderung der Ernährungsgewohnheiten. Weiterhin sind oftmals in den Haushalten, die von der Armut betroffen sind, andere Ernährungsgewohnheiten vorzufinden, als in den oberen Schichten. Auch die Freizeitaktivitäten können einen Einfluss auf das Übergewicht haben. Krankhafte Übergewichtigkeit ist kein Problem des Einzelnen, sondern ein gesellschaftliches Problem. Dieses Buch soll eine Einführung in dieses Gebiet geben und einen Beitrag zur aktuellen Diskussion liefern. Daher werden auch die bestehenden Programme und die Aufgaben der Sozialarbeit aufgezeigt.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 4.2.1, Bewegungsmangel - ein Problem des sozialen Umfeldes? Im vorangegangenen Kapitel wurde bereits erwähnt, dass die Chancen, sich in der Freizeit sinnvoll zu beschäftigen, ohne Geld eher gering sind. Unter Bewegungsmangel leiden aber nicht nur die Kinder und Jugendlichen aus der unteren sozialen Schicht vielmehr ist es auch ein Problem der allgemeinen Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung. Die Freizeit außerhalb der eigenen vier Wände zu verbringen, sind gerade auch in der Stadt Grenzen gesetzt, denn die Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten sind hier eingeschränkt. Die wenigen verfügbaren Räume werden für die Zwecke des Erwachsenenbedarfs hergerichtet und im Sinne einer wirtschaftlich annehmbaren Nutzung gestaltet. Der Verkehr macht die Straßen zu unsicher, um die Kinder allein zu ihren Freunden oder auf den Spielplatz zu lassen. Die alltäglichen Verkehrsräume, Wohnung und Straße, sind heute nicht mehr kinderfreundlich. Sie nehmen keine Rücksicht auf die wirklichen Bedürfnisse und Interessen der jüngsten Gesellschaftsmitglieder (…). Somit wird der Tagesablauf von den Eltern organisiert. Das Resultat ist, dass die Kinder sich vom Fernseher unterhalten lassen oder am Computer sitzen und so ihre freie Zeit verbringen, wenn die Eltern keine Zeit haben, sie zu chauffieren. Doch einige Kinder und Jugendliche, deren Eltern es sich leisten können, gehen wenigstens ein- bis zweimal pro Woche zu einem Turnverein, oder sie haben ein anderes Hobby und können dort ihre Fähigkeiten testen. Sie wollen ihre Kräfte spüren und fühlen, wie sie wachsen. Sie begreifen mit allen Sinnen, lernen mit dem Körper. Doch die Betroffenen, die aus den Armutshaushalten stammen, haben wenige Möglichkeiten, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Ihre Eltern leben es ihnen vor: Fernsehen beim Saubermachen, mit dem Fernseher einschlafen, Fernsehen beim Essen, Fernsehen in allen Lebenslagen. Ohne Fernseher geht nichts. Hinzu kommt, dass eine organisierte und sinnvolle Freizeitgestaltung oftmals mit einem gewissen Geldaufwand verbunden ist, der durch Fahrten mit dem Pkw, Beiträge usw. entstehen kann. Bei Kindern dient der Fernseher zeitweise als Babysitter. Dieses Phänomen ist überwiegend in den Armutshaushalten anzutreffen. Doch welche Folgen ergeben sich für die Kinder und Jugendlichen durch übermäßigen Fernseh- und Computerkonsum?

Über den Autor

Ina Rothe studierte bis 2006 an der Alice-Salomon-Fachhochschule in Berlin. Nach ihrem Abschluss als Diplom-Sozialpädagogin ist sie in dem Bereich Jugendarbeit und Berufsorientierung tätig.

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