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Sozialwissenschaften

Alexander Schmidt

Reform zwischen Koran und Moderne: Muhammad Abduh`s Vernunftbegriff

ISBN: 978-3-95549-381-3

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Produktart: Buch
Verlag: Bachelor + Master Publishing
Erscheinungsdatum: 08.2013
AuflagenNr.: 1
Seiten: 44
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

In dieser Bachelorarbeit geht es um die Beschäftigung mit Muhammad Abduh und seinem Begriff der Vernunft. Zum einen wird der Frage nachgegangen, welchen Einfluss das westliche Denken auf das Denken Muhammad Abduhs hatte, und wie sich unter diesem Einfluss sein Vernunftbegriff wandelte. Er setzte sich z.B. mit westlichen Denkern wie Darwin, Spencer, Comte und Renan auseinander. Und zum anderen wird herausgearbeitet, wie sich der Vernunftbegriff Abduhs an klassisch islamische Positionen anlehnt. Darüber hinaus wird thematisiert, wie er versucht eine Synthese zwischen islamischem Erbe und der westlichen Moderne zu finden, um so ein theologisches Denken für die Gegenwart zu konzipieren.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 5.1, Kampf um den igtihad: Mu?ammad ?Abduh sah den Islam als eine Weltreligion, geeignet für alle Völker zu allen Zeiten. In seiner Argumentation ist der Islam die Religion der Zukunft, wenn sie nur von allen Verfälschungen befreit werden würde. Nach ihm könne sie dies aber nur sein, wenn sie sich auf die beiden Primärquellen Koran und authentische Sunna stütze, ohne sich an eine der vier ma?hab zu binden. ?Abduh beruft sich hier auf Abu ?amid Mu?ammad b. Mu?ammad al-Gazali (1058-1111), der diesen Gedanken schon zu seiner Zeit gedacht hat. Beide unterstellen den Muslimen, sich in einer Phase der Dekadenz zu befinden, an der die vier ma?hab schuld seien und die von ihnen bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Rechtsvorschriften, die bis in den Privatbereich alles zu regeln versuchen. Sie hätten die Uneinigkeit in den Islam gebracht. ?Abduh hält das Prophetenwort ‘Vielfalt ist eine Gnade’ nicht für authentisch. Uneinigkeit sei eine Gefahr für die Umma (Gemeinschaft). Er fordert, dass der Islam seine Dynamik nicht verlieren dürfe, damit er sich den Bedürfnissen der Zeit anpassen kann. Diese Dynamik dürfe nicht einem blinden taqlid (Autoritätsglauben) geopfert werden. Der Reformdenker ?Abduh kämpfte gegen den taqlid seiner Zeitgenossen. Nach dieser Doktrin im sunnitischen Islam könne der normale Muslim ein muqallid (Nachahmer) sein, der dem igma? (Konsens) der vier ma?hab zu folgen habe. Und dieser Lehre nach sei das Tor des igtihad verschlossen und die großen Autoritäten der Vergangenheit konnten den igtihad betreiben. Zudem würden sich diese Tore erst wieder mit dem Erscheinen des Mahdi öffnen. ?Abduh argumentierte dagegen, das Tor des igtihad sei nicht geschlossen, um so ein Werkzeug in der Hand zu haben, das ihm ermöglicht, methodisch auf neue Kontexte anworten zu können. ?Abduh forderte, im Interesse der Einheit der Muslime, die Schaffung eines einfachen Gesetzbuches, welches sich auf beide Primärquellen, Koran und Sunna, stützt. Darauf aufbauend soll ein neuer igtihad möglich sein und neuer igma? entstehen. Nach Ansicht ?Abduhs sollten alle vernunftlosen bid?a (Erneuerung) beseitigt werden, die nicht im Einklang mit der Sunna des Propheten seien. ‘Und wenn man zu ihnen (d.h. den Ungläubigen) sagt, sie sollen dem folgen, was Gott (als Offenbarung) herabgesandt hat, sagen sie: 'Nein, wir folgen dem, was wir als Glauben und Brauch unserer Väter überkommen haben.' Wenn nun aber ihre Väter nichts verstanden haben und nicht rechtgeleitet waren? Bei den Ungläubigen ist es, wie wenn man Vieh (w. etwas) anschreit, das nur Zu- und Mahdi heißt der Geleitete, der laut der islamischen Überlieferung zur Endzeit erscheinen wird. Er wird eine neue Erschaftzeit des Islam auf erden erricheten. (Vgl. Denffer, Ahmad von, 1986, S.95). Anruf hört (ohne die eigentliche Sprache zu verstehen). Taub (sind sie), stumm und blind. Und sie haben keinen Verstand.’ (2/170f).

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