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Wissenschaft

Markus Pohlmeyer

Transitiones – Antike. Poesie. Science Fiction

Zwischen Welten verstrickt VII

ISBN: 978-3-948958-01-5

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Produktart: Buch
Verlag: Igel Verlag
Erscheinungsdatum: 01.2021
AuflagenNr.: 1
Seiten: 104
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Dieser Band beinhaltet Essays und Rezensionen zu CHERNOBYL , Joker , Star Trek: Picard ‚ ‚Diesseits und Jenseits – Gedanken zu Homer, Platon, Vergil und Cicero‘, Lucky Kid , True Detective 3 , ‚Dantes Vergil und Francesca‘, Das Tor , Aniara , Cixin Liu: Kugelblitz , ‚Digitale Lehre – ein Plädoyer aus der Praxis‘, Spartacus , ROM und Ars poetica (Ulla Hahn und Horaz). Insofern ist auch ‚Welten VII‘ ein Beitrag zu einer möglichen Schubumkehr von Dynamiken, die ‚Kultur‘ gerne als zahnloses, belangloses und damit unkritisches Kirschlein auf der neoliberalen Beschwichtigungstorte hätten. (Thomas Wörtche, aus dem Vorwort)

Leseprobe

Textprobe: Star Trek: Picard. Die letzte und einzige Hoffnung. Ein Essay: La Barre, Frankreich Wie findet man ein Zuhause, wenn das Zuhause verschwunden ist? Wie lässt man sich an einem Ort nieder, wenn man lieber überall sonst wäre? Jean-Luc Picard ließ seine Koffer in der Eingangshalle fallen und sah sich um. […] Ich bin nutzlos, dachte er. Ich habe keine Bestimmung. (U. McCormack: Star Trek: Picard. Die letzte und einzige Hoffnung, übers. V. S. Pannen, Ludwigsburg 2020, 403.) So beginnt der Epilog. Ein Sprung zurück, zum Anfang: Captain Picard wird zum Admiral ernannt, denn er soll eine in ihren Dimensionen nie dagewesene Rettungsmission übernehmen. Die romulanische Sonne nämlich entwickelt sich zu einer Supernova. 900 Millionen Flüchtlinge. Unfasslich gigantisch die Herausforderung. Widerstände von allen Seiten: ein geradezu paranoid auf Geheimniskrämerei versessenes romulanisches Imperium auch viele Mitglieder der Sternenflotte stehen der Aufgabe eher skeptisch gegenüber, weil sie ihre ursprünglichen Missionen und Projekte auf unbestimmte Zeit verabschieden müssen. Diplomatische Verwicklungen und das Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen (aber auch Konflikte in der Föderation selbst) zeichnen diesen Roman aus. Es treten unter anderem auf: eine karrieregeile Politikerin ein Wissenschaftler, der einen neuen Data erschaffen möchte, kurz: Leben eine neue Erste Offizierin, die hemmungslos Picard die Meinung sagt/geigt. Forscherinnen auf der Erde entdecken, dass der Explosionsradius der Supernova weit größer sein dürfte als angenommen – das bedeutet noch mehr Flüchtlinge. Ein romulanischer Wissenschaftler kommt zu demselben Ergebnis aber sein Geheimdienst entführt und foltert ihn, manipuliert seinen Kommunikationsversuch mit der Föderation. Bevor die Katastrophe losbricht, scheint sich die Elite von Romulus abgesetzt zu haben, eine Elite, die offensichtlich ihre eigene Bevölkerung belogen hat. Auf Föderationsseite drohen Planeten, die sich nun vernachlässigt fühlen – alle Ressourcen werden auf die Rettungsmission umgelenkt –, mit Separation. Die auf dem Mars hochgefahrenen Schiffswerften fallen einem Unfall/Anschlag? Zum Opfer: die neukonzipierten Androiden seien Amok gelaufen. Die Atmosphäre des Mars brennt. Geordi La Forge, der diesen Bereich leitete, am Boden zerstört. Picard, aufgefordert, die Mission zu beenden, legt seinen Rang nieder und zieht sich nach Frankreich zurück. Der Roman lässt viele Fragen offen, vieles wird nicht auserzählt – gewiss auch für die nachfolgende Serie Picard. Was verschiedene Wissenschaftler/innen vermuten, könnte die Supernova nicht-natürlichen Ursprungs sein. Und war es wirklich ein Fehler desjenigen Wissenschaftlers, der das Mars-Projekt betreute, dass dessen neue Fertigungsandroiden durchgeknallt seien? In meiner Schulzeit war Star Trek The Next Generation ein Must-Be. Die Figuren waren edel und hochgemut, gleichsam gebrochen und doch seltsam steril. In diesem Roman wird geflucht. Die Situation der Flüchtlinge ist grausam von ihrer Heimat fortgerissen, finden sie sich in Alpträumen wieder. Picard muss hilflos zusehen, wie Flüchtende von ihrer Regierung im Stich gelassen werden, einge­pfercht in Lager und Elendsquartieren. Oder sogar Massenmord. Zu allem Unglück spielt ein lokaler Herrscher auch noch Gott und will seinen Untertanen, die er für sein Eigentum hält, nicht die Flucht erlauben. Denn die Föderation lüge ja nur, das wäre Propaganda usw. Um genau solchem Misstrauen vorzubeugen, setzt Picard ein Zeichen dafür, wie aus ehemaligen Gegnern Verbündete und sogar Freunde wurden: er ernennt den Klingonen Worf zum neuen Captain der Enterprise. Und Picard geht ungewohnte Wege. Um zu helfen, gibt er die Neutrale Zone auf.

Über den Autor

Markus Pohlmeyer ist Dichter, Essayist und Autor bei CulturMag/CrimeMag. Er lehrt an der Europa Universität-Flensburg Katholische Theologie und im Studiengang Kultur-Sprache-Medien.

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