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Sozialwissenschaften

Antonia Bruhn

Begabtenförderung in der Realschule Plus

ISBN: 978-3-95684-322-8

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Produktart: Buch
Verlag: Bachelor + Master Publishing
Erscheinungsdatum: 03.2014
AuflagenNr.: 1
Seiten: 68
Abb.: 33
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

Die vorliegende Bachelorarbeit entstand im Zeitraum August 2012 bis Oktober 2012 an der Universität Koblenz-Landau, am Campus Koblenz im Fachbereich der Bildungswissenschaft. Die folgenden Kapitel sind rund um das Thema Begabtenförderung in der Realschule Plus aufgebaut und befassen sich hauptsächlich mit dem Phänomen Hochbegabung. Es soll herausgearbeitet werden, welche Schwierigkeiten und Probleme rund um das Thema Hochbegabung/ Begabung auftreten können und wie man diese zu lösen versucht. Zu Beginn dieser Arbeit werden in einem Theorieteil erst einmal einige Definitionen gegeben, die eine wichtige Rolle rund um Hochbegabung spielen. Danach wird genauer auf den Begriff der Hochbegabung/ Begabung eingegangen, verbunden mit einigen Erklärungsansätzen und Modellvorstellungen. Nach einer kurzen Beschreibung der Hochbegabungsdiagnostik beschäftigt sich diese Arbeit mit möglichen Problemen, die auftreten können, wenn ein hochbegabtes Kind nicht richtig gefördert wird. Damit schließt sich direkt das Kapitel 6 an, in dem zuerst die Hochbegabtenförderung allgemein im Fokus steht und dann einige mögliche Förderungsmaßnahmen beschrieben werden. In nächsten Kapitel wird dann genauer auf eine mögliche Förderung in der Realschule Plus eingegangen. In dem anschließenden empirischen Teil wird als erstes die von mir durchgeführte Untersuchung mit Thema und Methode vorgestellt, bevor es dann zu einer Darstellung der Ergebnisse kommt. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Untersuchung diskutiert und mit einem kurzen Fazit zum Abschluss gebracht.

Leseprobe

Textprobe: Kapitel 4, Diagnostik: Nachdem die unterschiedlichen Modellvorstellungen eine mögliche Antwort auf die Frage ‘Was versteht man unter Hochbegabung?’, geben, ist immer noch nicht klar geworden, wann Hochbegabung überhaupt anfängt, warum es bestimmten Hochbegabten nicht gelingt, ihr Leistungspotential auszuschöpfen und welche Möglichkeit für diese Individuen besteht, Hochleistung bzw. Leistungsexzellenz zu erreichen. Zur Klärung dieser Fragen gibt es die psychologische Diagnostik mit dafür ausgebildeten Psychologen, die eine evtl. Hochbegabung mittels klarer, messbarer Kriterien erkennen können. Bei einer Betrachtung des validen Prozentsatzes, ohne die fehlenden und unklaren Aussagen, die das Ergebnis verfälschen könnten, lässt sich erkennen, dass die Leistungskriterien (Intelligenz und Leistung) mit über 50% stark im Vordergrund stehen. Den Leistungen der Kinder in der Schule und/oder einem Eignungstest wird dabei am meisten Gewicht zugesprochen. Einen Hochbegabten zu identifizieren ist allerdings weitaus schwieriger, da viele Faktoren berücksichtigt werden müssen. Der Fokus liegt jedoch meist nur auf einer Variablen. Da es nicht nur den Intelligenzquotient als entscheidenden Indikator für eine mögliche Hochbegabung gibt, sondern auch überdurchschnittliche Leistungen in Musik, Sport oder Kunst als Kennzeichen für besonderes Talent oder Hochbegabung gelten, ist es schwer eine auftretende Hochbegabung zu erkennen und eine geeignete Diagnostik zu finden. Zu Beginn müssen bestimmte Symptome (z.B. Langeweile im Unterricht) auftreten, die erst einmal erkennen lassen, dass eventuell eine Begabung vorliegen könnte. Den ausgebildeten Fachkräften steht dann eine ‘breite Palette an Messinstrumenten, die neben Intelligenztests auch Leistungstests und Beurteilungsbögen für Dritte beinhalten’ zur Verfügung. Diese beschränken sich nicht nur auf die intellektuellen Fähigkeiten.Einige mögliche Diagnoseverfahren werden im Folgenden kurz beschrieben. Die Münchener Hochbegabungstheorie ist für die Primar- und Sekundarstufe geeignet und erfasst ‘vorwiegend die Intelligenzdimension der Verarbeitungskapazität’ vom verbalen, quantitativ-mathematischen und nonverbal-technischen Denken der Kinder. Der Berliner Intelligenzstrukturtest für Jugendliche erfasst ‘neben der Verarbeitungskapazität auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit, den Einfallsreichtum und die Merkfähigkeit’. Die Advanced Progressive Matrices (APM) ist ein ‘Sprachfreier Matrizentest, der zur Messung der allgemeinen Intelligenz unter ausschließlicher Verwendung figuraler Testaufgaben in ansteigender Schwierigkeit dient’. Jedes anerkannte Diagnostikverfahren hat seine Vor- und Nachteile. Es sollte vorher immer geklärt werden, welches dieser Diagnoseverfahren sinnvoll ist, um dann zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt zu werden. Die Hochbegabtendiagnostik beschäftigt sich neben einer Feststellung der Intelligenz auch mit den Stärken und Schwächen des Kindes, mit den Schwierigkeiten, die bei der Entfaltung des individuellen Leistungspotentials auftreten können und versucht bei auftretenden Problemen eine Lösung zu finden. Zusätzlich beinhaltet sie Beobachtungen in Bezug auf die biografische Entwicklung eines Kindes, auf sein Verhalten im Unterricht und auf das soziale Miteinander. Diese Beobachtungen legen ihren Fokus auf Eigenschaften, die einen hochbegabten Schüler als solchen identifizieren könnten oder auf Verhaltensweisen, die von ihm erwartet werden. Hier ist nun das Problem, dass es Schüler gibt, die dieses Muster nicht erfüllen und dadurch nicht erkannt werden. Es gehört zu einer schwierigen und komplexen Aufgabe ein hochbegabtes Kind als solches zu identifizieren, da Randgruppen eine Diagnose sehr schwer machen. Zu den Randgruppen gehören neben den Underachiever auch die sogenannten Overachiever. Hier handelt es sich um Kinder, deren erzielten Leistungen besser sind, als aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten von ihnen zu erwarten sind. Dieses Phänomen lässt sich anhand des Einflusses der sozialen Umwelt erklären, da die Ausprägung und Entwicklung der Intelligenz sehr von ‘sozialer Privilegien’ abhängig ist. Kinder werden im Verhalten, in ihren Aktivitäten und in ihrer Ausbildung häufig von ihren Eltern beeinflusst. Aus diesem Grund ist gerade im Kindergarten- und Grundschulalter eine Fehldiagnose von Hochbegabung nicht selten. Viele Kinder weisen in dieser Zeit, bedingt durch die gute Förderung der Eltern, eine höhere intellektuelle Fähigkeiten auf, trotzdem ist nicht zwangsläufig von einer Hochbegabung auszugehen. Da im ‘Kindesalter noch nicht von einer stabilen Entwicklung der Intelligenz’ ausgegangen werden kann, ist es möglich, dass der Entwicklungsvorsprung, den die Kinder anfangs noch besitzen, schnell wieder verschwindet. Durch eine mögliche Fehldiagnose kann es dann in der Folgezeit zu psychischen Störungen beim Kind kommen, da es die, an seine angebliche Begabung gestellten Erwartungen nicht mehr erfüllen kann. Neben einer möglichen Fehldiagnose als hochbegabt, kommt es sehr häufig vor, dass hochbegabte Kinder nicht als solche identifiziert werden. Auch wenn die überwiegende Mehrheit der hochbegabten Kinder Erfolg in der Schule und im späteren Leben hat, ist die Diagnose Hochbegabung nicht unbedingt immer positiv für ein Kind. Die dadurch auftretenden Probleme werden im folgenden Abschnitt beschrieben.

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