Suche

» erweiterte Suche » Sitemap

Pädagogik & Soziales

Lena Kuna-Schallenberg

LaKuna Herzenszaubertraining – Achtsamkeit tiergestützt vermitteln

ISBN: 978-3-69122-516-7

Die Lieferung erfolgt nach 5 bis 8 Werktagen.

EUR 24,50Kostenloser Versand innerhalb Deutschlands


» Bild vergrößern
» weitere Bücher zum Thema


» Buch empfehlen
» Buch bewerten
Produktart: Buch
Verlag:
Diplomica Verlag
Imprint der Bedey & Thoms Media GmbH
Hermannstal 119 k, D-22119 Hamburg
E-Mail: info@diplomica.de
Erscheinungsdatum: 02.2026
AuflagenNr.: 1
Seiten: 68
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Inhalt

LaKuna Herzenszaubertraining – Ein tiergestütztes Achtsamkeitstraining lädt dazu ein, Achtsamkeit neu zu erleben – mit Herz, Tier und Verstand. In einer Welt voller Hektik und Reizüberflutung zeigt Lena Kuna, wie Mensch, Tier und Natur in achtsamer Verbindung heilsame Erfahrungen ermöglichen können. Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und eigener praktischer Erfahrungen hat sie ein einzigartiges Konzept entwickelt, das Achtsamkeitstraining und tiergestützte Intervention zu einem liebevollen, wirkungsvollen Ansatz vereint. Das LaKuna Herzenszaubertraining fördert Selbstwahrnehmung, Empathie und emotionale Balance – spielerisch, kreativ und mit Freude. Fachkräfte aus Pädagogik, Therapie und sozialer Arbeit erhalten praxisnahe Impulse, Übungen und theoretischen Hintergrund, um Achtsamkeit in ihren Alltag und ihre Arbeit zu integrieren. Ein Buch, das inspiriert, berührt und den Zauber achtsamer Mensch-Tier-Begegnungen lebendig werden lässt.

Leseprobe

Textprobe: 2.4 Die fünf Elemente der Achtsamkeit nach Baer et al. Laut Baer und ihren Kollegen gibt es fünf wichtige Elemente, die das Konzept der Achtsamkeit definieren. Diese Elemente sind das Ergebnis einer psychometrischen Evaluierung und spiegeln die verschiedenen Dimensionen wider, die zur Entwicklung einer achtsamen Haltung beitragen (vgl. Baer et al., 2006, S. 27–45). Achtsamkeit ist eine jahrhundertealte Praxis, die ihren Ursprung im Buddhismus hat, aber heute weltweit als Methode zur Stressbewältigung, Selbsterkenntnis und persönlichen Entwicklung anerkannt wird. Sie beschreibt die bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment, ohne zu urteilen (vgl. Kabat-Zinn, 1990, S. 33–35). Die wichtigsten Elemente der Achtsamkeit sind Präsenz, Akzeptanz, Nicht-Urteilen, Geduld und Mitgefühl. Präsenz – Im Hier und Jetzt leben Eines der zentralen Elemente der Achtsamkeit ist die bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Augenblicks. In unserer schnelllebigen Gesellschaft neigen Menschen dazu, gedanklich entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu verweilen. Achtsamkeit ermutigt dazu, sich ganz auf den Moment einzulassen, sei es beim Essen, beim Gehen oder beim Gespräch mit einem Freund. Diese Präsenz ermöglicht eine tiefere Verbindung mit der eigenen Umwelt und fördert das Wohlbefinden (vgl. Brown & Ryan, 2003, S. 824–825). Akzeptanz – Die Dinge annehmen, wie sie sind Ein weiteres zentrales Element der Achtsamkeit ist die Akzeptanz. Es geht darum, die Realität anzuerkennen, wie sie ist, ohne Widerstand oder Wunsch nach Veränderung. Das bedeutet nicht, dass man untätig bleibt, sondern dass man sich seiner Situation bewusstwird und mit klarem Verstand darauf reagiert. Durch Akzeptanz verringern sich Stress und innere Konflikte, da man sich nicht gegen unveränderliche Umstände auflehnt (vgl. Hayes et al., 1999, S. 69–70). Nicht-Urteilen – Die Welt wertfrei betrachten Wir Menschen neigen dazu, Erlebnisse, Gedanken und Emotionen sofort zu bewerten gut oder schlecht, angenehm oder unangenehm. Achtsamkeit lehrt, diese Bewertungen bewusst wahrzunehmen und loszulassen. Durch eine nichtwertende Haltung kann man sich von negativen Denkmustern lösen und eine objektivere Sicht auf sich selbst und seine Umwelt entwickeln (vgl. Baer et al., 2006, S. 31–32). Geduld – Den Dingen ihre Zeit lassen Geduld ist ein essenzieller Bestandteil der Achtsamkeit, da persönliche Veränderungen oder das Erlernen neuer Fähigkeiten Zeit benötigen. Anstatt sich von Ungeduld oder Frustration leiten zu lassen, ermutigt Achtsamkeit dazu, den Prozess zu schätzen und sich selbst mit Nachsicht zu begegnen. Dies fördert innere Ruhe und Resilienz gegenüber Herausforderungen des Lebens (vgl. Shapiro et al., 2006, S. 377). Mitgefühl – Freundlichkeit gegenüber sich selbst und anderen Achtsamkeit umfasst auch Mitgefühl, sowohl für sich selbst als auch für andere. Es bedeutet, sich selbst mit Freundlichkeit zu begegnen und Fehler oder Unvollkommenheiten nicht mit übermäßiger Selbstkritik zu bestrafen. Ebenso fördert Achtsamkeit Empathie für Mitmenschen, da man ihre Erfahrungen bewusster wahrnimmt und ihnen mit Verständnis begegnet (vgl. Neff, 2003, S. 87–88). Zusammenfassend können wir festhalten, dass die Praxis der Achtsamkeit das Leben auf vielfältige Weise bereichern kann. Präsenz, Akzeptanz, Nicht-Urteilen, Geduld und Mitgefühl sind die grundlegenden Elemente, die zu einem bewussteren und erfüllteren Leben beitragen. Durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen kann man lernen, das Leben intensiver zu erleben, Stress zu reduzieren und eine tiefere Verbindung zu sich selbst und anderen zu entwickeln. Letztlich ermöglicht Achtsamkeit einen bewussten Umgang mit dem Leben, der zu mehr innerem Frieden und Wohlbefinden führt. 3. Tiergestützte Intervention: 3.1 Entstehungsgeschichte Die Entwicklungsgeschichte der tiergestützten Intervention reicht bis ins späte 18. Jahrhundert zurück, als die ersten tiergestützten Einsätze dokumentiert wurden. Ein oft genannter Ausgangspunkt für die tiergestützte Intervention sind die Veröffentlichungen des Kinder- und Jugendpsychotherapeuten Boris Levinson. In seinen Arbeiten beschreibt er die positiven Effekte seines Hundes Jingles auf seine Patienten. In Deutschland nahm die Verbreitung des tiergestützten Ansatzes etwa ab den 1970er Jahren zu (vgl. Beetz A.M. o. J., Seite 1 bis 2). Die internationale Dachorganisation IAHAO (International Association of Human-Animal Interaction Organizations) unterteilt die Vielzahl der tiergestützten Angebote in verschiedene Kategorien, die im Folgenden aufgeführt werden. 3.2 Definitionen Tiergestützte Intervention ist der Oberbegriff für alle Angebote, in denen geeignete Tiere eingesetzt werden, um positive Wirkungen gezielt zur Förderung physischer, sozialer, emotionaler und kognitiver Fähigkeiten sowie zur Erhöhung von Freude und Lebensqualität zu erreichen (vgl. Bundesverband tiergestützte Intervention e.V., 2021). Die tiergestützte Intervention (TGI) Die tiergestützte Intervention zeichnet sich durch zielgerichtete und strukturierte Arbeit aus. Die Tiere werden bewusst in Grundberufen der Pädagogik, sozialen Arbeit und Gesundheitsfürsorge integriert, um positive Entwicklungen hervorzurufen. Die tiergestützte Intervention wird in folgende Bereiche unterteilt: Die tiergestützte Therapie (TGT) ist eine gezielte und strukturierte therapeutische Intervention. Sie wird von Fachkräften aus den Bereichen Gesundheitswesen, Pädagogik und Sozialwesen begleitet. Die Erfolge dieser Intervention werden festgehalten und dokumentiert. Die TGT kann sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting durchgeführt werden und hat das Ziel, physische, kognitive, verhaltensbezogene sowie emotionale Eigenschaften zu verbessern. (vgl. IAAIO 2018, S. 5) Tiergestützte Pädagogik (TGP) Die tiergestützte Pädagogik (TGP) ist eine Intervention, die von Pädagog*innen oder ähnlich qualifizierten Fachkräften gezielt geplant und strukturiert durchgeführt wird. Im Fokus der TGP stehen die Förderung sozialer Kompetenzen und kognitiver Eigenschaften der Teilnehmer. Ein wesentlicher Unterschied zur tiergestützten Therapie (TGT) liegt in den Zielen und Fachkräften. Während die TGT oft therapeutische Ziele verfolgt und von speziell ausgebildeten Therapeuten umgesetzt wird, orientiert sich die TGP stärker an pädagogischen Zielen und wird von Fachkräften mit einem Bildungsoder Erziehungshintergrund geleitet. (vgl.IAHAIO, 2018, S. 5) Tiergestützte Aktivität (TGA) Tiergestützte Aktivitäten (TGA) sind strukturierte und zielorientierte Interventionen, bei denen Mensch-Tier-Teams interagieren, um spezifische Ziele wie Motivation, Bildung, Entspannung oder Erholung zu fördern. Diese Aktivitäten können in verschiedenen Settings durchgeführt werden und bieten den Teilnehmern die Möglichkeit, in enger Beziehung zu Tieren neue Erfahrungen zu sammeln. Es wird empfohlen, dass mindestens ein vorheriges Training des Teams erfolgt, um die Interaktionen sicher und effektiv zu gestalten (vgl. IAHAIO, 2018 S. 6). Tiergestützte Coaching (TGC) Laut dem IAHAIO Weißbuch wird auch das tiergestützte Coaching (TGC) als spezifische Form der tiergestützten Intervention (TGI) aufgeführt. TGC ist ebenfalls eine geplante, zielorientierte und strukturierte Intervention, die von professionellen Coaches oder Beratern durchgeführt wird. Auch hier werden die Erfolge dokumentiert, um die Wirksamkeit des Coachings nachzuvollziehen und zu evaluieren (vgl. IAHAIO, 2018 S. 6). Das Ziel des tiergestützten Coachings besteht darin, das persönliche innere Wachstum sowie soziale und emotionale Kompetenzen der Teilnehmer zu fördern. TGC zielt darauf ab, positive Veränderungen in gruppendynamischen Prozessen zu unterstützen, was in verschiedenen Kontexten hilfreich sein kann, sei es in der beruflichen Entwicklung oder in sozialen Gemeinschaften.

Über den Autor

Lena Kuna wurde 1983 in Köln geboren. Sie ist heilpädagogische Fachkraft, systemischer Coach und Fachkraft für tiergestützte Intervention nach ISAAT-Standard. Bereits während ihrer Ausbildung entwickelte sie ein besonderes Interesse an der tiergestützten Arbeit und arbeitet seit 2010 hundgestützt in pädagogischen Kontexten. Neben einer Weiterbildung zur Pädagogikbegleithundeführerin absolvierte sie Ausbildungen zur Hundetrainerin, Stresscoachin für Hunde sowie im systemischen Coaching und Achtsamkeitstraining. Ihre vielfältigen praktischen Erfahrungen und ihr wissenschaftlich fundiertes Wissen verband sie zu einem eigenen Konzept – dem LaKuna Herzenszaubertraining. Dieses Konzept vereint Achtsamkeit, tiergestützte Pädagogik und Selbsterfahrung und bildet die Grundlage des vorliegenden Buches.

weitere Bücher zum Thema

Kleines Handbuch der Konfliktlösung. Konfliktmanagement im Sozial-, Bildungs-, Gesundheits- und Vereinswesen

Was Sie brauchen, um schwierige und persönliche Situationen zu meistern

ISBN: 978-3-69122-511-2
EUR 24,50


Bewerten und kommentieren

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichenten Felder aus.